Syrienkrise: Assad will mit „eiserner Faust“ kämpfen

Syrienkrise
Assad will mit „eiserner Faust“ kämpfen

Der Präsident zeigt sich seit Juni 2011 erstmals wieder in der Öffentlichkeit, doch seine Strategie ist die Alte. Er will im Amt bleiben und droht mit Gewalt. Mit „eiserner Faust“ werde er gegen Terroristen vorgehen.
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BeirutDer syrische Staatschef Baschar al-Assad beharrt trotz zunehmender Isolation auf seiner Politik der Reformversprechen und Androhung weiterer Gewalt. Der autokratisch regierende Präsident machte am Dienstag bei einem
seltenen öffentlichen Auftritt keinerlei Andeutungen eines Rückzugs. Für diejenigen, die Waffen nutzten, um Menschen zu töten, gebe es keine Toleranz.

Die Ordnung könne nur wiederhergestellt werden, wenn mit „eiserner Faust“ gegen Terroristen vorgegangen werde. Die Reaktion des 46-Jährigen auf die Revolte ähnelt der anderer Machthaber in der arabischen Welt, von denen bereits drei durch die Protestwelle gestürzt wurden.

Die Opposition geht nun davon aus, dass die Regierung in Damaskus weiter mit aller Härte gegen ihre Gegner vorgehen wird. Indem Assad die Revolution als terroristische Verschwörung gebrandmarkt habe, untergrabe er jegliche Bemühungen des Auslands für eine politische Lösung, sagte Burhan Ghaliun, Chef des Syrischen Nationalrates.

Ayham Kamel von der Eurasia-Gruppe für politische Risikoberatung rechnet mit einem Machterhalt Assads in den kommenden Monaten. Die mächtige Wirtschaftselite in Damaskus und Aleppo werde Assad erst dann die Unterstützung verweigern, wenn sich eine alternative Führung abzeichne.

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