Syrischer Gasangriff
Al-Qaida droht Assad „Vulkan der Rache“ an

Al-Qaida schwört der syrischen Regierung Rache. Grund ist der mutmaßliche syrische Gasangriff auf die Rebellen. Russland warnt vor einem Angriff. Es besteht Gefahr, dass sich die Krise auf die gesamte Region ausweitet.
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Dubai/MoskauDas Islamistennetzwerk Al-Qaida hat der syrischen Regierung Rache für den mutmaßlichen Gasangriff auf Rebellen gedroht. Darauf hätten sich mehrere der in Syrien aktiven Zweige der Gruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIL) verständigt, teilte die US-Organisation Site am Mittwoch mit, die sich auf die Beobachtung von Islamisten-Foren im Netz spezialisiert hat. Die ISIL-Zweige hätten einen „Vulkan der Rache" verabredet, berichtete die Organisation weiter. Demnach sollten in Damaskus unter anderem Versorgungseinrichtungen, Trainingslager und Infrastruktur-Einrichtungen angegriffen werden.

Russland warnte unterdessen vor einem Angriff auf militärische Einrichtungen in Syrien als Reaktion auf den vermuteten Einsatz von Chemiewaffen. Dies werde nicht nur Syrien, sondern die ganze Region destabilisieren, sagte Außenminister Sergej Lawrow nach Angaben seines Ministeriums in einem Telefonat mit dem internationale Syrien-Beauftragten Lakhdar Brahimi.

Der russische Außenminister, dessen Land jegliche militärische Intervention in Syrien ablehnt, reagierte damit auf zunehmende Hinweise auf einen US-geführten Militärschlag gegen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Syrischer Gasangriff: Al-Qaida droht Assad „Vulkan der Rache“ an"

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  • ja, die us-boys werdens schon richten. die haben schon ganz andere heldentaten immer weitab des eigenen territoriums vollbracht, napalm auf kinder (vietnam) atombomben auf die zivilbevölkerung (japan)und so weiter. nach afghanistan, irak wird eben nun syrien befreit. ach übrigens, der irak hatte doch massenvernichtungswaffen, publik wurde dies, als man letztens im pentagon die rechnungen dafür fand.

  • Ach sind die jetzt wieder der CIA unterstellt?

  • Kossovo-Krieg, Irak-Krieg und nun Syrienkrieg...

    Hatten wir das nicht schon mal, und nicht nur einmal, dass wegen Einsätze von Waffen oder Angriffen fragwürdigen Ursprungs als Rechtfertigung für Kriege hergenommen wurden?

    >>Der „Westen“ in Gestalt der USA hat der ihm mißliebigen,... Assad-Regierung eine rote Linie gezogen, die diese nicht überschreiten dürfe, den Einsatz von Giftgas. Dieser Einsatz soll jüngst erfolgt sein.... – Wer das Gas gegen Zivilisten eingesetzt habe, die Regierung oder die Rebellen, darum allerdings soll es bei den jetzt durch die Inspektoren erfolgenden Untersuchungen nicht gehen. Von Belang sei nur, DASS Nervengas nachzuweisen wäre.

    Sicher, es liegt längst nicht alles zutage; und vermutlich ist eine eindeutige Klärung nicht im Interesse des „Westens“ – schon gar nicht, solange es Entlastungsgründe für die Assad-Regierung gibt. Aber die kritische Öffentlichkeit sollte diesmal aufmerksamer sein, weil sich die Abläufe gleichen. Man erinnere sich der Szenarien vor der Bombardierung „Rest-Jugoslawiens“, an die Vorbereitung der Intervention in den Irak, in mancher Hinsicht auch an die „Befreiung“ Libyens.

    Die Legitimierung des Angriffs auf „Rest-Jugoslawien“ erfolgte maßgeblich durch Verweis auf das angebliche Massaker von Rugovo im Januar 1999. Der damals vor Ort befindliche OSZE-Beobachter Henning Hensch entlarvte längst, was Verteidigungsminister Rudolf Scharping damals der Presse bot. Es gab kein Rugovo-Massaker. Aber es gab maßgeblich daraufhin die Bombardierung jugoslawischer Städte durch die NATO, einvernehmlich mit einer rot-grünen Bundesregierung und getragen von der Kampf-Argumentation ihres Außenministers Joschka Fischer: „Nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz.“ <<

    http://www.sezession.de/40571/vorwaende-und-tatsachen-gleiwitz-rugova-damaskus.html

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