Tacloban
Sicherheitskräfte sollen Plünderungen stoppen

Die philippinische Regierung hat 450 Soldaten und Polizisten in die vom Taifun „Haiyan“ verwüstete Stadt Tacloban geschickt. Sie sollen die Gewalt eindämmen und bei der Versorgung mit Hilfsgütern helfen.
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TaclobanHunderte philippinische Soldaten und Polizisten sind am Montag in der vom Taifun "Haiyan" verwüsteten Stadt Tacloban eingetroffen, um die Gewalt der verzweifelten Bevölkerung einzudämmen und bei der Versorgung mit Hilfsgütern zu helfen.

Mehr als 450 Polizisten seien als Verstärkung geschickt worden, sagte der Sprecher der nationalen Polizei, Reuben Sindac. Ein Sprecher der Streitkräfte, Ramon Zagala, bestätigte die Entsendung von hundert Soldaten, um die öffentliche Ordnung in Tacloban wiederherzustellen. Überdies seien 500 Pioniere um die Stadt herum im Einsatz, um Straßen freizuräumen.

„Haiyan“ war am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 300 Stundenkilometern über die Philippinen gezogen - es war einer der stärksten bisher gemessenen Stürme. Nach Schätzungen der Behörden wurden mehr als 10.000 Menschen getötet.

In der stark verwüsteten Küstenstadt Tacloban, Hauptstadt der Provinz Leyte, ist die Lage besonders chaotisch. Auf der Suche nach Lebensmitteln plünderten Überlebende die letzten Geschäfte, sogar ein Lastwagen des Roten Kreuzes wurde nahe Tacloban gestoppt und ausgeraubt.

Präsident Benigno Aquino hatte die Verstärkung der Sicherheitskräfte angeordnet. "Sie sollen Ruhe und Ordnung zurückbringen", sagte der Staatschef nach einem Besuch in der völlig zerstörten Stadt am Sonntag. Ein Anwohner beschrieb die Gewalt: „Die Menschen werden verrückt. Sie plündern die Läden, um Reis und Milch zu finden. Ich habe Angst, dass sie sich wegen des Hungers in einer Woche gegenseitig umbringen", sagte der Lehrer Andrew Pomeda.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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