Täter angeblich geistig verwirrt
Geiselnehmer in Clinton-Büro gibt auf

Die Geiselnahme eines angeblich geistig gestörten Täters in einem Wahlkampfbüro von Hillary Clinton ist am Freitagabend (Ortszeit) unblutig zu Ende gegangen. Der offenbar mit Sprengstoff bewaffnete Mann hatte zuvor in Rochester im US-Bundesstaat New Hampshire mehrere Wahlkampfhelfer als Geiseln genommen und ein Gespräch mit der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin verlangt.

HB WASHINGTON. US-Fernsehsender zeigten am Freitagabend die Bilder des mutmaßlichen Täters, der mit erhobenen Händen das Wahlkampfbüro der demokratischen Präsidentschaftskandidatin in Rochester im US- Bundesstaat New Hampshire verließ.

Der Mann legte sich flach auf den Boden, Polizisten legten ihm darauf Handschellen an und führten ihn ab. Kurz zuvor hatte er den Angaben zufolge eine letzte Geisel freigelassen.

Die Geiselnahme dauerte über sechs Stunden. Hillary Clinton war während des Verbrechens aber nicht in Rochester, sondern auf Wahlkampftour in Virginia.

Unbestätigten Berichten zufolge handelte es sich bei dem Täter um einen den Behörden der Stadt bekannten geistig gestörten Mann. Er habe mit Clinton sprechen wollen, außerdem habe er sich über den Zustand der psychiatrischen Krankenhäuser beschweren wollen.

Clinton war zur Tatzeit nicht in Rochester, sondern bereitete Sicherheitskreisen zufolge im Raum Washington einen Wahlkampfauftritt in Vienna im US-Staat Virgina vor. Sie sagte ihre Rede ab.

Unmittelbar nach Beginn der Geiselnahme ließ der Mann eine Mutter mit ihrem Baby frei. Nach zwei Stunden ließ er eine weitere Frau gehen. Sie wurde von einem Polizisten in Sicherheit geleitet.

Unbestätigten Medienberichten zufolge soll der Mann einen Sprengstoffgürtel am Körper getragen haben.

Eine Frau namens Lettie Tzitzik sagte im Fernsehsender WMUR, sie habe mit der Mutter gesprochen, die von dem Täter freigelassen worden sei. „Sie sagte, Sie müssen 911 (den Notruf) anrufen. Gerade ist ein Mann in das Clinton-Büro gegangen, hat seinen Mantel geöffnet und uns eine Bombe gezeigt, die mit Pflaster auf seine Brust geklebt ist.“

Die Umgebung des Gebäudes, darunter eine Schule, waren evakuiert und das Gelände abgesperrt worden. Auch das in der Nähe befindliche Büro des demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama wurde vorsorglich evakuiert.

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