Täter werden verfolgt
UN-Mitarbeiter von Palästinenser-Polizei befreit

Zwei UN-Mitarbeiter sind von der Polizei wenige Minuten nach ihrer Entführung im Gaza-Streifen aus der Gewalt militanter Palästinenser befreit worden. Das Versteck der Geiselnehmer wurde von palästinensischer Polizei gestürmt. Ein Vertreter der Sicherhistkräfte teilte mit, die Verfolgung der Täter dauere noch an.

HB GAZA-STADT. Die bewaffneten Palästinenser hatten einem Polizisten und Einwohnern zufolge im Flüchtlingslager Chan Junis einem Fahrzeug der Vereinten Nationen (UN) den Weg abgeschnitten und die beiden Insassen entführt. Nach Angaben eines UN-Sprechers handelte es sich um einen Schweizer und eine Britin, die für das UN-Hilfswerk UNRWA arbeiten. Das UNRWA betreut Flüchtlinge in den Palästinensergebieten, aber auch im Libanon, Syrien und Jordanien.

Augenzeugen berichteten, nach der Entführung sei es zu Feuergefechten zwischen den bewaffneten Anhängern der Fatah-Bewegung und palästinensischen Sicherheitskräften gekommen. Dabei wurden Vertretern von Rettungsdiensten zufolge zwei Zivilisten verletzt.

In jüngster Zeit haben sich Gewaltakte im Gaza-Streifen gehäuft, den Israel ab Mitte des Monats räumen will. Am Sonntag hatten Sicherheitskräfte in Chan Junis einen Kommandeur der radikalen Al-Aksa-Brigaden festgenommen, die zur Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gehören. Daraufhin hatten bewaffnete Männer Verwaltungsgebäude gestürmt und mit „unvorstellbaren Aktionen“ gedroht, um die Freilassung des Kommandeurs zu erzwingen.

Israel trieb am Montag die Vorbereitungen für den geplanten Abzug aus dem Küstenstreifen am Mittelmeer ungeachtet des Widerstands in den Regierungsreihen voran. Aus Protest gegen den Abzug war Finanzminister Benjamin Netanjahu am Sonntag von seinem Amt zurückgetreten. „Wir sind zur Routine zurückgekehrt. Der Abzug wird geplant genau in einer Woche beginnen“, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Ariel Scharon im israelischen Rundfunk.

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