Tagung der Eurogruppe
Euro-Länder wollen Bürger vom Ölpreisschock entlasten

Die ärmsten Teile der Bevölkerung sollten nach Ansicht der Finanzminister der Euro-Länder wegen der hohen Energiekosten staatlich unterstützt werden. Doch seien die Steuern auf Kraftstoffe dazu nicht das richtige Mittel, sagte Jean-Claude Juncker, Luxemburgs Finanzminister und Chef der Euro-Finanzministergruppe am Montag in Frankfurt.

rtr FRANKFURT. Die Bürger seien womöglich darüber enttäuscht, dass die Minister nicht zu Steuersenkungen bereit seien. "Deshalb wollen wir nachdenken über politische Initiativen, die unternommen werden könnten, um die am stärksten Betroffenen zu entlasten", sagte Juncker.

Die Eurogruppe war in Frankfurt bei der Europäischen Zentralbank zusammengekommen, um das zehnjährige Bestehen der EZB zu feiern. Bei ihrer Sitzung diskutierten die Minister über den Vorschlag des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, angesichts des drastischen Ölpreisanstiegs die daran gebundenen Steuern einzufrieren. "Sarkozy hat auf ein echtes Problem hingewiesen, aber seine Antwort ist keine, die auf alle Situationen angewandt werden kann", ergänzte Juncker. Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde sagte, der Vorschlag ihrer Regierung habe zumindest eine Debatte ausgelöst. Es sei möglich, die Bürger zu entlasten. "Es muss eine politische Antwort auf die gegenwärtige Situation geben", forderte sie. Der Ölpreis hatte im Mai einen neuen Höchststand von 135 Dollar erreicht. Allein in diesem Jahr hat sich der Rohstoff um 40 Prozent verteuert.

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