Taieb Fassi-Fihri
Marokkos Außenminister fürchtet Ende des „arabischen Frühlings“

Der marokkanische Außenminister Taieb Fassi-Fihri warnt vor einem raschen Ende des „arabischen Frühlings“. Gegenrevolutionen, konservative Elemente und Al-Kaida könnten die demokratische Entwicklung der Staaten gefährden.    
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Sollte der politische Wandel in Ägypten und Tunesien nicht zu echter Demokratie führen, droht der „arabische Frühling“ zu scheitern. Das befürchtet der marokkanische Außenminister Taieb Fassi-Fihri. Bei einem für Mittwoch geplanten Treffen mit US-Außenministerin Hillary Clinton will Fassi-Fihri laut eigenen Angaben deshalb vorschlagen, dass die Gruppe der acht wichtigsten Industriestaaten (G-8) eine Initiative starten sollten um sicherzustellen, dass demokratische Prinzipien und Institutionen in den beiden Staaten Fuß fassten..    

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP sagte Fassi-Fihri am Dienstagabend, Marokko sei begeistert von dem „arabischen Frühling“. Dieser beweise, dass es auch in der arabischen Welt Demokratien gebe. Zugleich verwies er darauf, dass es in der arabischen Welt eine ganze Reihe von politischen Systemen gebe, von Monarchien über Diktaturen hin zu Ein-Parteien-Herrschaften. Dies stelle ein Risiko dar.

Nach den Revolutionen in Tunesien und Ägypten dürfe nicht zugelassen werden, dass sich autokratische Herrscher etablierten, wie es 1979 im Iran geschehen sei. Der Außenminister nannte Gegenrevolutionen, konservative Elemente und Al-Kaida als mögliche Risiken für die demokratische Entwicklung in Arabien.    

In Marokko hat König Mohammed VI. kürzlich eine Überarbeitung der Verfassung angekündigt. Es wäre die erste seit 15 Jahren. Der König erklärte, die Demokratie müsse gestärkt werden. Bis Juni soll eine Kommission erste Vorschläge vorlegen. Die Bevölkerung soll dann in einem Referendum über die Reform abstimmen.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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