Taliban
Afghanistan produziert mehr Opium

Ein UN-Bericht warnt vor einem deutlichen Anstieg der Opiumproduktion in Afghanistan. Grund ist der Vormarsch der radikalislamischen Taliban.

WienIn Afghanistan führt der Vormarsch der Taliban zu einem deutlichen Anstieg der Opiumproduktion. Wie die Vereinten Nationen am Sonntag mitteilten, wuchs die Fläche zum Anbau von Schlafmohn in dem Land 2016 um zehn Prozent auf 201.000 Hektar. Das sei das dritthöchste Niveau seit mehr als 20 Jahren. Die Ernte werde in diesem Jahr um 43 Prozent höher ausfallen als 2015, schätzte das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC).

Den Angaben der UNO sowie der afghanischen Regierung zufolge sind neben den guten Wetterbedingungen auch die wachsende unsichere Lage in Afghanistan sowie ein Rückgang der internationalen Gelder für den Anti-Drogen-Kampf Gründe für den gestiegenen Anbau. Die Regierung habe wegen der Erfolge der radikalislamischen Taliban einen deutlichen Rückschlag erlitten in ihren Bemühungen, Schlafmohnfelder zu vernichten.

Opium wird aus Schlafmohn gewonnen und zur Herstellung der Droge Heroin verwendet. Afghanistan ist der größte Opium-Produzent der Welt. Im vergangenen Jahr fiel aber die Ernte in dem Land schlecht aus, weshalb die Zahlen zum Opium-Anbau dort erstmals seit 2009 wieder gefallen waren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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