Taliban-Terror
Attentäter sprengt pakistanischen Polizeiposten

Erneut sind in Pakistans unruhigem Nordwesten Menschen durch Anschläge der Taliban umgekommen. Nach ersten Erfolgsmeldungen in der vergangenen Woche kommt auch die Offensive der Armee gegen die Aufständischen zum Erliegen, die Gefechte mit den radikalen Islamisten forderten allein in den vergangenen drei Wochen über 500 Tote.
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HB ISLAMABAD. Die Serie von Anschlägen im Nordwesten Pakistans reißt nicht ab: Bei einem Selbstmordanschlag in der Provinzhauptstadt Peshawar wurden am Montag nach Angaben der Polizei neben dem Attentäter zwei Zivilisten und ein Polizist getötet. Erst am Vortag hatte ein Selbstmordattentäter in der Nähe Peshawars mindestens 13 Menschen mit in den Tod gerissen, darunter einen Taliban-feindlichen Bürgermeister. Die Armee teilte mit, bei Gefechten im Stammesgebiet Süd-Waziristan an der afghanischen Grenze seien vier Soldaten und acht Aufständische getötet worden. Bei einem Anschlag im Stammesgebiet Bajaur seien zwei Soldaten ums Leben gekommen.

Peshawars Polizeichef Liaquat Ali Khan sagte, der Selbstmordattentäter habe sich in der Nähe eines Kontrollpostens in die Luft gesprengt, als ein Polizist ihn aufhalten wollte. Der Polizist und zwei Zivilisten seien ums Leben gekommen, fünf weitere Menschen seien verletzt worden. Peshawar wird seit einigen Wochen immer wieder von schweren Anschlägen erschüttert. Bei der Detonation einer Autobombe auf einem belebten Markt waren im vergangenen Monat mehr als 110 Menschen getötet worden.

Die Armee teilte mit, Aufständische hätten in der Taliban-Hochburg Makeen in Süd-Waziristan einen Stützpunkt der Truppen mit Raketen beschossen. Die Streitkräfte hätten das Feuer erwidert. Vier Soldaten und acht Extremisten seien getötet worden, ein weiterer Soldat sei verwundet worden. Die Armee hatte Mitte vergangenen Monats eine Offensive gegen die Taliban in Süd-Waziristan begonnen. Nach Angaben der Streitkräfte kamen bislang 486 Aufständische und 46 Soldaten ums Leben. Die Armee teilte am Montag weiter mit, in Bajaur seien zwei Soldaten ums Leben gekommen, als ihr Fahrzeug in eine Sprengfalle geriet. Ein Soldat sei bei der Detonation verletzt worden.

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