Tarik Asis steht zum Ex-Diktator
Saddam-Getreuer will nicht auspacken

Der ehemalige Vize-Ministerpräsident des Irak, Tarek Asis, hat es abgelehnt, gegen den gestürzten Machthaber Saddam Hussein aussagen. Asis teilte die Entscheidung über seinen Anwalt mit und trat damit Spekulationen entgegen, er könnte zum Hauptbelastungszeugen im ersten Prozess des früheren Präsidenten werden.

HB BAGDAD. Asis gehörte zu den bekanntesten Vertretern der irakischen Führung unter Saddam. Der Sunnit Saddam ist bislang nur in einem einzigen Punkt offiziell angeklagt: wegen Mordes an 140 schiitischen Moslems im Dorf Dudschail nördlich von Bagdad 1982. Ein irakischer Richter hatte erklärt, dieser Prozess könne möglicherweise in zwei Monaten beginnen. Sollte Saddam schuldig gesprochen werden, droht ihm die Todesstrafe.

Saddam ist seit Ende 2003 in Haft, nachdem er von US-Truppen gefangen genommen war. Im Vergleich zu den noch ausstehenden Anklagen gegen ihn und elf seiner ranghöchsten früheren Verbündeten wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist der Dudschail-Fall eher klein. Sollte er jedoch hier für schuldig befunden werden, könnte er hingerichtet werden, noch bevor die anderen Anklagen vor Gericht gebracht werden.

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