Tat wahrscheinlich politisch motiviert
Bombenexplosion auf Philippinen tötet 13 Menschen

Bei einer Bombenexplosion auf einem Markt der Stadt General Santos im Süden der Philippinen sind am Sonntag nach Polizeiangaben 13 Menschen getötet und mindestens 60 verletzt worden. Über die Täter wurde noch nichts bekannt.

HB MANILA. „Wir ermitteln noch, um Art und Beschaffenheit des bei dem Anschlag verwendeten Sprengsatzes festzustellen“, sagte der örtliche Polizeichef. Drei Menschen seien noch am Ort der Detonation verstorben, zehn weitere in verschiedenen Krankenhäusern. Unklar war zunächst, wer hinter der Tat steckt. Die Polizei verwies auf jüngste Berichte über Drohungen der radikal-islamischen Gruppe Abu Sayyaf, die mit der Extremistengruppe Jemaah Islamiah in Verbindung steht. Dagegen schloss der Bürgermeister der Stadt einen Streit unter Händlern als Hintergrund nicht aus.

Käufer und Händler flohen nach der Detonation in Panik , während die Polizei den Marktplatz abriegelte. „Die Erde hat gebebt. Das war eine laute Explosion“, sagte eine von der der Explosion benommene Frau.

„Ich will zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht spekulieren, welche Gruppe hinter dem Anschlag stecken könnte, weil zahlreiche Rebellengruppen in der Stadt operieren“, sagte der Polizeichef. Anfang September habe die Polizei Berichte der Geheimdienste über angebliche Anschlagspläne von Abu Sayyaf in der Stadt erhalten. Es sei jedoch zu früh, die Tat irgend einer Gruppe anzulasten.

Der Bürgermeister wies Spekulationen über einen extremistischen Hintergrund indes zurück. Er habe Informationen erhalten, wonach zwei Inhaber von Marktständen um die Kontrolle des Marktes stritten. „Wir waren alarmiert, weil wir vor vier Tagen von einem Plan gehört haben, den Markt in Brand zu setzen. Das wird dem Werben der Stadt um Investoren und Touristen schaden“, sagte er.

Beim letzten größeren Bombenanschlag in der Stadt waren im April vergangenen Jahres 15 Menschen ums Leben gekommen. Für das Attentat war Abu Sayyaf verantwortlich gemacht worden. Den Behörden zufolge war für die Planung, Finanzierung und die Ausführung aber die regionale Extremisten-Organisation Jemaah Islamiah verantwortlich. Dieser wird auch der Anschlag auf der indonesischen Touristen-Insel Bali zugeschrieben, bei dem vor gut zwei Jahren mehr als 200 Menschen getötet worden sind.

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