Tauwetter in Moskau
Was ist in Putin gefahren?

Nach immer mehr Absagen westlicher Politiker für die Olympischen Winterspiele wartet Putin mit einer Sensation auf. Er will seinen Erzfeind Chodorkowski entlassen. Erlebt die Welt ein russisches Weihnachtsmärchen?
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MoskauTauwetter in Moskau: Nicht nur der erste Schnee ist in der russischen Hauptstadt geschmolzen, auch der oft für seine Kälte gescholtene Kremlchef Wladimir Putin ist mild aufgelegt. Quasi im Vorbeigehen an einer Journalistenschar verkündet er am Donnerstag im World Trade Center in Moskau die Sensation: Sein Erzfeind Michail Chodorkowski, einst der reichste Russe, solle in Freiheit kommen. Ein von dem früheren Öl-Manager gestelltes Gnadengesuch wolle er in Kürze unterschreiben. Zehn Jahre Haft nach so viel Feindschaft sind wohl genug.

Chodorkowski ist der prominenteste, aber nicht der einzige politische Gefangene, der wenige Wochen vor Beginn der ersten russischen Olympischen Winterspiele auf freien Fuß kommen soll. Zusätzlich wirkt eine Amnestie für die in Straflagern inhaftierten beiden Putin-Gegnerinnen der Punkband Pussy Riot. Zuerst verlassen am Donnerstag vier nach Protesten gegen Putin im vergangenen Jahr eingesperrte Kremlgegner den Gerichtssaal.

Gnädig zeigt sich Putin auch im Fall der 30-köpfigen Besatzung des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“. Die wegen Rowdytums angeklagten Umweltschützer aus vielen Ländern können jetzt noch vor Weihnachten zu ihren Familien heimkehren. Als Forum für das Feuerwerk an Sensationen nutzt der seit mehr als 14 Jahren in Russland regierende Putin seine große Pressekonferenz, die 1300 Journalisten besuchen.

Selten haben Menschenrechtler, Wirtschaftsexperten und Politiker einen so aufgelegten Putin erlebt. Und sie loben ihn. Viele fragen sich aber auch, was in den Kremlchef gefahren ist? Befürchtet Putin, am 7. Februar beim Eröffnungsfeuerwerk für die mit 37,5 Milliarden Euro teuersten Olympischen Winterspielen der Geschichte ohne prominente Gäste in der Ehrenloge in Sotschi zu sitzen?

Zahlreiche Politiker, darunter US-Präsident Barack Obama und Bundespräsident Joachim Gauck, verzichten auf Reisen ans Schwarze Meer. Seit Wochen sieht sich Russland wegen seiner Menschenrechtslage in der Kritik - und an den Olympia-Boykott im Kalten Krieg bei den Sommerspielen 1980 in Moskau eri{Seitenumbruch-Titel}

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Was ist in Putin gefahren?

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Die Begnadigung verbessert das Klima

Kommentare zu " Tauwetter in Moskau: Was ist in Putin gefahren?"

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  • Putin hat die US-gesteuerten NGOs und andere westliche NGOs unter Kontrolle und kann sich nun Großzügigkeit leisten.
    Aufgrund der im Jahre 2013 eingefahrenen politischen Meriten sitzt er in Russland fest im Sattel.
    Erfolgreich in der Syrienkrise, der zugeflogene Singvogel namens "Snowden", der Ukraine-Deal etc.etc.
    Obama kommt nicht nach Sotschi ? Kein Problem, den kann Putin ohnehin nicht leiden. Gauck wurde von Merkel schon wegen seiner Anti-Sotschi-Entscheidung gerügt. Hollande will auch fernbleiben !
    Was solls. Einige freie Plätze mehr fürs gewöhnliche Volk.
    Sotschi wird sicherlich trotz des Fehlens dieser ganzen Anti-Figuren ein Wintermärchen werden.

  • @Nachdenker hier zur Info,
    Unter Jelzin ( alias Liebermann )wurde das Eigentum des Volkes an dubiose Personen verhöket, unter Anderem auch um seinen Wahlkampf zu finazieren. Die daraus hervorgegangenen sogenannten Oligarchen sind fast ausnahmslos " Juden " genau wie Jelzin, Pardon, Liebermann.
    Langfristig hat Putin gegen das von den Weisteins und co. beherrschte Weltfinazsystem keine Chance...
    Diese möchten an die russischen Rohstoffe!!!!

  • Putins Politik hatte in der letzten Zeit einen guten Lauf.

    Die Syrienkrise wurde Dank seiner Tatkaft entschärft und mutierte bislang nicht zu einem nahöstlichen Flächenbrand
    mit unabsehbaren Folgen.

    Der urkrainische "Brunderstaat" ging nicht an die EU verloren sondern wird eingebunden in eine sich bildende eurasiche Union, die EU-Granden scheinen diesen Umstand, wenn auch widerwillig, zu akzeptieren. Ein geopolitischer Erfolg für Putin.

    In Anbetracht dieser Erfolge steht es Putin gut, an generös zu sein, zumal seine poltische Stellung innerhalb Russlands unangefochten ist.

    Putin macht russische Politik, wie es im Interesse Russlands angemessen ist, das nehmen ihm manche westlichen Geostrategen übel.

    Putin ist Staatsmann genug, um bestimmten Leuten gekonnt den Wind aus den Segeln zu nehmen, auf den sie glauben ein gesichertes Anrecht zu haben.

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