Teheran stellt Bedingungen Unterschiedliche Signale aus Teheran

Die iranische Regierung hat am Samstag unterschiedliche Signale im Streit um ihr Atomprogramm ausgesandt. Während sie sich einerseits bereit erklärte, unter bestimmten Voraussetzungen wieder UN-Inspektoren ins Land zu lassen, demonstrierte sie andererseits Unnachgiebigkeit.
Siegesicher im Kampf gegen die UN: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad behaart auf die Urananreicherung. Foto: ap

Siegesicher im Kampf gegen die UN: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad behaart auf die Urananreicherung. Foto: ap

HB WASHINGTON/WIEN/TEHERAN. Der Iran reagiere nicht gut auf Druck, sagte der Botschafter Teherans bei den Vereinten Nationen, Dschawad Sarif. Wenn die Angelegenheit vom Sicherheitsrat an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zurückverwiesen werde, könnten wieder „umfassende Inspektionen“ der Nuklearanlagen stattfinden, sagte der stellvertretende Leiter der Iranischen Atomenergieorganisation, Mohammed Saidi, im staatlichen Fernsehen. Die internationalen Kontrollen waren im Februar untersagt worden. Grund war die Einschaltung des Weltsicherheitsrats in den Konflikt. Teheran sei auch bereit, „die Sorgen einiger Länder“ in Verhandlungen auszuräumen, sagte Saidi weiter. Der Iran werde jedoch an der Urananreicherung festhalten, fügte er hinzu. Geplant sei die Inbetriebnahme zweier weiterer Zentrifugen in der Atomanlage von Natans.

Ähnlich äußerte sich UN-Botschafter Sarif im britischen Rundfunksender BBC. Es gebe „eine Vielzahl von Möglichkeiten“ für eine Lösung des Konflikts, wenn man von der Prämisse ausgehe, dass der Iran ein Recht auf Nutzung der Kernkraft habe, aber keine Atomwaffen entwickeln sollte. Sarif warf dem Westen vor, mit der Einschaltung des Weltsicherheitsrats eine „unnötige Krise“ heraufbeschworen zu haben. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass es nicht hilft, den Sicherheitsrat ins Spiel zu bringen, weil der Iran nicht gut auf Druck reagiert“, sagte Sarif weiter.

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