Teilweise bereits schon grünes Licht vom Bundessicherheitsrat: Deutschland und Emirate wollen bei Rüstung enger zusammenarbeiten

Teilweise bereits schon grünes Licht vom Bundessicherheitsrat
Deutschland und Emirate wollen bei Rüstung enger zusammenarbeiten

Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen ihre strategische Partnerschaft weiter ausbauen. „Das Interesse, diese noch zu vertiefen ist groß“, sagte Verteidigungsstaatsekretär Peter Eickenboom dem Handelsblatt. Eickenboom besucht derzeit die Rüstungsmesse IDEX in Abu Dhabi, der Hauptstadt der VAE.

HB ABU DHABI. Im Jahr 2003 hatten sich Deutschland und die VAE auf eine enge Zusammenarbeit auf militärischem, wirtschaftlichen und kulturellen Gebiet verständigt. So bildet die Bundeswehr in den VAE irakischen Soldaten und Polizisten aus.

Das Interesse an deutschen Rüstungsprodukten sei groß, sagte Eickenboom: „Die Emirate suchen für die Armee, die weiter um- und ausgebaut werden soll, den leistungsfähigsten industriellen Partner und dazu haben sie die deutsche Industrie auserkoren“, so der Staatsekretär. Darüber hinaus wollen beide Länder auch die bisherigen Vereinbarungen über die Ausbildung von Soldaten noch ausgeweitet werden.

Verhandlungen zum U-Boot-Verkauf

Neben Gespraechen ueber modernes Bundeswehrmaterial, das im Zuge des Umbaus der deutschen Armee überflüssig wird, laufen Verhandlungen zum Verkauf von U-Booten der Kieler Werft HDW. „Es besteht auch Interesse an Minenjagdbooten“, sagte Eickenboom. Zu Stückzahl und Preis wollte er sich nicht äußern. Nach Informationen dieser Zeitung zählen zu den möglichen Waffensystemen für das Heer auch Kampfpanzer vom Typ Leopard, der Schützenpanzer Marder und die Panzerhaubitze 2000.

Der Bundessicherheitsrat muss solchen Rüstungsexporten zustimmen. Der Staatssekretär erwartet aber keine Schwierigkeiten, teilweise sei bereits „grünes Licht“ gegeben worden oder es sei in näherer Zukunft zu erwarten. Im Gegenzug prüft die Bundeswehr auch den Kauf von Militärmaterial aus den Emiraten: Dazu zählen ein Transportfahrzeug vom Typ „Nimr“ sowie eine Hubschrauberdrohne. Über eine Anschaffung sei aber noch nicht entschieden, sagte Eickenboom. Bundeskanzler Gerhard Schröder wird Ende Februar die Golfstaaten besuchen. Dies ist bereits der zweite Besuch innerhalb von zwei Jahren. Beobachter in Abu Dhabi werten dies als ein Zeichen für die verstärkte Aufmerksamkeit, der Bundesregierung für die Region.

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