Teilweise Entwarnung
Irak: Gestohlenes Uran nicht für Nuklearwaffen geeignet

Das aus dem irakischen Nuklearkomplex Tuwaitha gestohlene Uran ist nicht zur Herstellung von Atomwaffen geeignet. Das erklärte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) in einem am Mittwoch in Wien veröffentlichten Bericht an den UN- Sicherheitsrat.

HB/dpa WIEN. Nach Plünderungen fehlten „wenigstens zehn Kilogramm“, heißt es in dem Bericht, nachdem die Inspekteure der UN-Atombehörde vom 7. bis zum 23. Juni vor Ort gearbeitet hatten und den größten Teil des entwendet geglaubten Nuklearmaterials wieder gefunden hatten.

Obwohl es sich bei den zehn Kilogramm nur um schwach angereichertes Uran handelt, verlangt IAEO-Generaldirektor Mohammed el Baradei in seinem Bericht an den Sicherheitsrat jedoch, dass die Behörden und die US-Armee die Suche nach diesem verlorenen Nuklearmaterial aufnehmen. Die Inspektoren haben in Tuwaitha, das zwölf Kilometer südlich von Bagdad gelegen ist, viele aufgebrochene und leere Behälter für Nuklearmaterial gefunden, heißt es in dem Bericht weiter. Auf dem Boden sei Nuklearmaterial verstreut gewesen, das von den Inspekteuren wieder eingesammelt und gesichert wurde.

Das Nuklearlager Tuwaitha war nach der Flucht der irakischen Truppen Anfang April unbewacht. Plünderer hatten die Gelegenheit genutzt, um die Anlage zu durchkämmen.

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