Teilweise evakuiert
Schwedisches AKW nach Bombendrohung durchsucht

Spezialisten der schwedischen Polizei haben nach einer Bombendrohung das Atomkraftwerk Forsmark durchsucht. Zuvor war der Mailer teilweise evakuiert worden. Die Bombendrohung war am Vormittag telefonisch eingangen und von der Polizei als „ernst“ eingestuft worden.

HB STOCKHOLM. Die Suche, bei der auch Spürhunde im Einsatz waren, blieb bis zum Mittwochnachmittag ergebnislos. Wie ein Sprecher des vom Vattenfall-Konzerns betriebenen Kernkraftwerkes 190 Kilometer nördlich von Stockholm mitteilte, hatten die Behörden weder die Abschaltung der drei Reaktoren noch die Evakuierung der Beschäftigten vom Werkgelände als notwendig erachtet. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Das Atomkraftwerk Forsmark, rund 100 Kilometer nördlich von Stockholm, war in den vergangenen Monaten wegen mehrerer Vorfälle in die Schlagzeilen geraten. Seit Dezember wurde die Anlage mehrfach abgeschaltet, der Direktor trat im Februar zurück.

Auf Bitten der schwedischen Regierung will die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) im Sommer mit einer Überprüfung aller Atomanlagen des Landes beginnen. Forsmark steht den Angaben zufolge als erstes auf der Liste. Das Kraftwerk liefert rund ein Sechstel der Stromproduktion des Landes. Im Juli vergangenen Jahres waren zwei Reaktoren abgeschaltet worden, nachdem während eines Stromausfalls zwei Notstromaggregate nicht angesprungen waren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%