Teilweise Privatisierung
Mexikos Präsident will Energiebranche reformieren

In Mexiko hatte bisher der Staatskonzern Pemex das Monopol bei Öl- und Erdgasförderung. Präsident Nieto will das jetzt ändern: Auch Privatunternehmen sollen Chance auf einen Teil der Gewinne bekommen.
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Mexiko-Stadt Der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto will die Energiebranche seines Landes umfassend reformieren. Das Staatsoberhaupt schlug am Montag eine Änderung der Verfassung vor, nach der die Förderung von Öl und Erdgas bislang allein Sache des Staates ist.

Die Regierung will ihre Pläne noch in dieser Woche dem Parlament vorlegen. Es wäre die weitreichendste Reform seit der Verstaatlichung der Energiebranche 1938. Zunächst war unklar, ob die Reform für ausländische Konzerne wie BP oder Exxon Mobil attraktiv ist. Bislang hat der Staatskonzern Pemex das Monopol.

Mit den Vorschlägen versucht Pena Nieto, einen Kompromiss zwischen den Forderungen linker und konservativer Abgeordneter zu finden. Privatunternehmen würden auch in Zukunft keine Lizenzen zur Energieförderung erhalten.

Auch eine Ausbeutung zusammen mit dem Staat ist nicht vorgesehen. Stattdessen sollen Unternehmen einen Teil der Gewinne bekommen. "Pemex wird weder verkauft noch privatisiert", betonte der Präsident in einer Fernsehansprache.

In Mexiko lagern fast 14 Milliarden Barrel Öl. Damit verfügt das Land nach Venezuela und Brasilien über die größten nachgewiesenen Vorkommen in Lateinamerika. Zudem gibt es Schiefergas, das in den USA zu einem Boom in der Branche und zu fallenden Erdgaspreisen geführt hat.

Investoren am Aktienmarkt reagierten am Montagnachmittag auf die Pläne enttäuscht. Der Leitindex lag um 1,3 Prozent im Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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