Tel Aviv
Bombenanschlag auf Chef eines Verbrechersyndikats

Nahe des Verteidigungsministeriums in Tel Aviv ist eine Bombe explodiert. Bei dem Anschlag wurden mindestens vier Menschen verletzt. Die Täter hatten es offenbar auf einen Verbrecher-Boss abgesehen.

Tel AvivEineinhalb Monate ist es ruhig geblieben, doch nun schreckt ein Bombenanschlag die Menschen im Nahen Osten auf. Bei der Explosion eines Autos in der Nähe des israelischen Verteidigungsministeriums in Tel Aviv sollen etwa zehn Menschen verletzt worden sein. Ein Motorradfahrer habe neben einem Auto einen Sprengsatz gezündet, berichtete die israelische Zeitung Haaretz. Das Fahrzeug sei nach der Explosion in Flammen aufgegangen.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei der Attacke aber nicht um einen Anschlag mit terroristischem Hintergrund. Es gebe eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass es sich um eine rein kriminelle Tat gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag.

Angeblich galt der Anschlag dem Chef einer kriminellen Bande. Nissim Alperon habe zum Zeitpunkt der Explosion sein Auto gerade verlassen und den mutmaßlichen Anschlag unverletzt überstanden, berichtet Haaretz unter Berufung auf Augenzeugen weiter.

Polizeisprecher Micky Rosenfeld bestätigte die Meldung zunächst nicht. Laut Haaretz wäre es bereits der achte Mordanschlag auf den Bandenchef gewesen. Sein Bruder Yaakov war 2008 bei einem Bombenanschlag ums Leben gekommen. Die Familie gilt als eines der größten Verbrechersyndikate Tel Avivs und soll unter anderem in Schutzgelderpressung verwickelt sein.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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