Telefonat
Irak-Resolution: Bush bittet Schröder um Unterstützung

US-Präsident George W. Bush hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) um Unterstützung für die von den USA und Großbritannien vorgeschlagene Irak-Resolution des UN-Sicherheitsrates gebeten.

HB BERLIN. Beide Regierungschefs hätten im Laufe des Montags telefoniert, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag. Es sei ein substanzielles und konstruktives Gespräch gewesen. Weitere Einzelheiten nannte der Sprecher nicht. Im Sicherheitsrat herrscht Unstimmigkeit über die Resolution, die das Vorgehen nach der Machtübergabe der US-Zivilverwaltung an eine irakische Übergangsregierung regeln soll. Insbesondere die Dauer des Militäreinsatzes ist strittig.

Nach dem amerikanisch-britischen Entwurf soll das Mandat dafür ein Jahr nach der für den 30. Juni geplanten Machtübergabe überprüft werden. Das Ende des Mandats wäre so offen, es sei denn, der Sicherheitsrat beschlösse in einer weiteren Resolution den Abzug der Truppen. Zuletzt hatten sich die USA aber offen dafür gezeigt, die Überprüfung des Mandats für die US-geführten multinationalen Truppen vorzuziehen. Vor allem die Veto-Mächte im Sicherheitsrat China und Frankreich haben dagegen eine Begrenzung des Militäreinsatzes in der Resolution gefordert. Auch Deutschland hat Änderungen des Entwurfes an zentralen Punkten verlangt. Der deutsche UN-Botschafter Gunter Pleuger hatte erklärt, die Resolution solle ein Datum für das Ende des Mandates für die von den USA geführten multinationalen Truppen setzen.

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