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Telekom-Ausrüster: China droht EU im Streit über Billigangebote

Wegen subventionierter Dumping-Preise hat die EU ihren Handelspartner China bereits in mehreren Branchen angeschwärzt. Nun will sie auch bei Telekommunikationsausrüstern ermitteln. China reagierte prompt.

Huawei gehört zu den chinesischen Telekom-Ausrüstern, denen die EU Preis-Dumping vorwirft. Quelle: Reuters
Huawei gehört zu den chinesischen Telekom-Ausrüstern, denen die EU Preis-Dumping vorwirft. Quelle: Reuters

BrüsselIm Handelsstreit mit der Europäischen Union um Subventionen für Telekommunikationsausrüster hat China am Donnerstag mit Vergeltung gedroht.

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"Wenn die europäische Seite darauf besteht, ein Ermittlungsverfahren zu eröffnen, wird die chinesische Seite nach WTO-Reglen und chinesischem Gesetz entschiedene Maßnahmen zum Schutz ihrer legitimen Rechte und Interessen ergreifen", sagte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums Journalisten in Peking. "Die Konsequenzen müssen dann von der Partei getragen werden, die die Spannungen hervorgerufen hat."

China

Die EU-Kommission hatte zuvor chinesischen Telekommunikationsausrüstern Anti-Dumping-Ermittlungen angedroht. Die EU beziffert das jährliche Volumen der Importe der Ausrüster auf eine Milliarde Euro.

Mit der Schützenhilfe für die europäischen Netzwerkbauer Ericsson, Nokia Siemens Networks und Alcatel gegen die Billigangebote der chinesischen Rivalen Huawei und ZTE eröffnete die EU im Streit mit der Volksrepublik eine neue Front. Sie liegt bereits mit ihrem zweitgrößten Handelspartner in 18 Fällen im Clinch, darunter auch wegen Billigimporten von Solarfirmen.

  • 22.05.2013, 14:35 Uhrvas

    software aus indien, kleidung aus bangladesh, elektronik aus china aber deutsches Gehalt...??
    das kann wohl nicht lange gut gehen. und die Arbeitsplaetze in der "Dienstleistung" sind auch nicht endlos....

  • 17.05.2013, 05:36 UhrStop-mit-Agrarsubventionen

    Jede Abschottung hat zur Folge, dass wir Verbraucher durch Mehrkosten belastet werden.

    Die Lobbyverbände leisten ganze Arbeit zu Lasten der Verbraucher.

    Die Streichung sämtlicher Subventionen und eine generelle Öffnung der Weltmärkte wäre die Lösung.

    Die Landwirtschaft erhält immerhin 20 Mrd. Euro Subventionen. Für einen durchschnittlichen Bauerhof von 250 ha Größe (egal wieviel davon dazugepachtet ist) bedeutet das ca. 100.000 Euro für "Nichtstun", die er vom Steuerzahler geschenkt bekommt.

  • 17.05.2013, 01:13 Uhrnetshadow

    Zu blöd aber auch, mit welchen Lizenzen wird denn in China produziert?

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