Terror
28 Tote bei Anschlag auf Polizeiakademie im Irak

Bei einem Selbstmordanschlag auf die Polizeischule mitten in Bagdad sind am Sonntag 28 Menschen getötet und 57 weitere verletzt worden. Der Attentäter habe sich und sein Motorrad am Hintereingang der Schule in die Luft gesprengt.

HB BAGDAD. Bei dem ersten schweren Anschlag in der irakischen Hauptstadt seit fast einem Monat seien vor allem Polizeibeamte und-rekruten getötet worden. Bewerber für den Polizeidienst sind schon oft Ziel von Anschlägen im Irak geworden, wo die Gewalt zuletzt aber deutlich zurückging und die USA ihren Kampfeinsatz beenden wollen. Das US-Militär kündigte am Sonntag an, als ersten Schritt in den kommenden sechs Monaten rund 12 000 Soldaten abzuziehen.

"Wir wissen, dass es Selbstmordattentäter besonders auf Rekruten abgesehen haben", sagte ein Vertreter der Polizeiakademie. Deshalb werde den Bewerbern gesagt, sie sollten in kleinen Gruppen kommen. "Aber sie hören nicht und das ist das Ergebnis." Dem Attentäter sei es gelungen, sich unter die Rekruten zu mischen und sich selbst in die Luft zu sprengen. Körperteile lagen überall verstreut, und die Polizei hatte Schwierigkeiten, die Opfer zu identifizieren. Erst Anfang Dezember waren 15 Polizisten und Rekruten bei einem Anschlag vor derselben Polizeischule getötet worden.

Der Irak hat seine Polizei und sein Militär in den vergangenen Jahren um Hunderttausende Mann aufgestockt. Die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki versucht so, die Sicherheit eigenständig zu gewährleisten, während die US-Truppen ein Ende ihres Kampfeinsatzes bis Spätsommer 2010 vorbereiten.

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