Terror-Drahtzieher laut USA oft aus Syrien
Japaner im Irak verschleppt

Im Irak werden von Tag zu Tag wieder mehr blutige Anschläge verübt. Zudem hat eine islamische Extremisten-Organisation erneut einen Japaner verschleppt. Der Mann stand offenbar im Dienst der US-Streitkräfte.

HB DUBAI/BAGDAD. Der Mann sei in der Nähe der Stadt Hit schwer verletzt gefangen genommen worden, hieß es am Montag in einer im Internet verbreiteten Erklärung der Gruppe Ansar al-Sunna. Bei der Gefangennahme seien zwölf Iraker und fünf bewaffnete Ausländer getötet worden. Die Gruppe habe einen Konvoi überfallen, der von einem US-Stützpunkt nahe Bagdad gekommen sei. Die sunnitische Extremisten-Organisation hat sich in der Vergangenheit zu zahlreichen Anschlägen gegen die US-Streitkräfte im Land und zur Tötung mehrerer Geiseln bekannt.

Auf der Internetseite war ein japanischer Pass auf den Namen Akihiko Saito zu sehen. Außerdem wurde ein Ausweis gezeigt, der den Mann als Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes identifiziert. Bald werde ein Video mit Aufnahmen des Mannes veröffentlicht, hieß es auf der Seite weiter, deren Authentizität zunächst nicht bestätigt werden konnte.

Das japanische Außenministerium bestätigte einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge, dass ein japanischer Angestellter einer ausländischen Sicherheitsfirma im Irak verschleppt worden sei. Im Irak sind in der Vergangenheit bereits mehrere Japaner entführt worden. Japan hatte im Dezember den innenpolitisch umstrittenen Einsatz von rund 550 Soldaten im Südirak um ein weiteres Jahr verlängert. Die pazifistische Verfassung Japans beschränkt die Aktivitäten der Soldaten auf Hilfe für die Bevölkerung und Wiederaufbauleistungen.

Angesichts der stetig steigenden Zahl blutiger Anschläge hat die US-Regierung Syrien zu einem härteren Vorgehen gegen die Drahtzieher aufgefordert. Syrien müsse die Grenzkontrollen zum Irak verstärken und gegen jene vorgehen, die von Syrien aus den Aufstand im Irak unterstützten, sagte Außenamtssprecher Tom Casey am Montag in Washington.

Die Vereinigten Staaten sind nach den Worten von Casey sehr besorgt wegen jener ehemaligen Mitglieder des Regimes von Ex- Staatschef Saddam Hussein, die von Syrien aus operierten. Aus Sicht der USA gebe es in Syrien „Widerwillen“, jene Maßnahmen durchzuführen, die notwendig seien. Die Kritik an Syrien erfolgte angesichts einer wachsenden Zahl von Anschlägen im Irak. Aus Ansicht des US-Militärs führt die wichtigste Route der militanten Ausländer über Syrien in den Irak.

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