Terror-Ermittlungen führen nach Deutschland
Durchsuchungen in Darmstadt

Wie bereits nach dem 11. September 2001 führen auch nach dem 11. März 2004 die Spuren nach Deutschland. Die Bundesanwaltschaft hat Durchsuchungen in Darmstadt in Zusammenhang mit den Madrider Anschlägen bestätigt.

HB BERLIN. „Ja, das trifft zu“, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Freitag auf die Frage, ob in der Nacht zum Freitag eine Wohnung in Darmstadt wegen der Anschläge in der spanischen Hauptstadt vor gut zwei Wochen durchsucht worden sei.

Mehrere Medien hatten zuvor unter Hinweis auf Sicherheits- oder Regierugskreise berichtet, auch in Deutschland werde wegen den Anschlägen auf die spanischen Pendlerzüge ermittelt.

Die „Süddeutsche Zeitung“ schrieb, die Darmstädter Wohnung eines Verdächtigen sei durchsucht worden. Dieser sei der am Mittwoch in Spanien mit zwei Begleitern festgenommen sei. Es solle sich um einen 1975 geborenen Mann handeln, der vermutlich aus Marokko stamme, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Verdächtige habe sich 2003 an der Universität Darmstadt im Fach Elektrotechnik eingeschrieben und in Darmstadt eine Wohnung bezogen. Unklar sei noch, welche Rolle er bei dem Attentat gespielt haben könnte.

Die spanische Polizei hatte nach Angaben des Innenministeriums am Mittwoch und Donnerstag fünf weitere Verdächtige festgenommen. Insgesamt werden damit mindestens 18 Menschen im Zusammenhang mit den Anschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid am 11. März festgehalten. Bei den Anschlägen waren 190 Menschen getötet und etwa 1900 verletzt worden. Mindestens 13 der Festgenommenen sind Marokkaner.

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