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Terror im Nahen Osten: Israelische Streitkräfte bombardieren den Süden Gazas

Attentäter greifen koordiniert Busse und Autos an - mindestens acht Menschen sterben. Nun fliegt die israelische Luftwaffe Angriffe auf Ziele im Süden Gazas. Fünf Palästinenser sterben.

Israelische Soldaten im Touristenort Eilat. Quelle: AFP
Israelische Soldaten im Touristenort Eilat. Quelle: AFP

Tel AvivBei einer Serie offenbar koordinierter Anschläge im Süden Israels sind am Donnerstag mindestens acht Menschen getötet worden - 30 weitere wurden verletzt. Ziel der schwer bewaffneten Angreifer waren nach Militärangaben mehrere Busse, Autos und eine Militärpatrouille. Außerdem wurden vom Gazastreifen mehrere Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Die Streitkräfte reagierten mit Luftangriffen im Süden Gazas, bei den nach Angaben militanter Palästinenser fünf Menschen ums Leben kamen.

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Israel erklärte bereits kurz nach der Anschlagsserie, die Angreifer kämen aus dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen und seien über die Halbinsel Sinai nach Israel eingedrungen. „Wir reden hier von einem Terrorkommando“, erklärte Militärsprecherin Avital Leibovich. „Das ist ein organisierter Terroranschlag gegen die Israelis, sagte sie über die Gewalt in der ansonsten weitgehend ruhigen Gegend um den Touristenort Eilat.

Nach den Anschlägen hätten Soldaten die Angreifer in ein Feuergefecht verwickelt, sagte Militärsprecher Joaw Mordechai. Nach Angaben israelischer Fernsehsender wurden dabei sieben Angreifer getötet. Die Truppen bestätigten den Tod mehrerer Angreifer, nannten aber keine Zahl. Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte, die Anschlagsserie unterstreiche die schwache Kontrolle Ägyptens über den Sinai und die Ausweitung der
Aktivitäten von Terroristen. Die Quelle des Terrors sei in Gaza, und Israel werde mit voller Kraft und Entschlossenheit dagegen vorgehen. Die Hamas dementierte eine Beteiligung an den Anschlägen.

Soldaten evakuieren einen Verletzen nach dem Attentat in Eilat. Quelle: dpa
Soldaten evakuieren einen Verletzen nach dem Attentat in Eilat. Quelle: dpa

Bundesaußenminister Guido Westerwelle verurteilte die Anschläge. “Wir stehen in dieser schweren Stunde an der Seite unserer israelischen Freunde„, sagte er in einer Presseerklärung. Das schwierige Ringen um Frieden
und Ausgleich im Nahen Osten dürfe nicht durch Terror und Gewalt torpediert werden. Ach die USA haben die Terrorattacken im Süden Israels „auf das Schärfste“ verurteilt. „Die USA und Israel stehen vereint gegen den Terror, und wir hoffen, dass die Hintermänner schnell zur Rechenschaft gezogen werden“, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung des Weißen Hauses. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte Israel und Palästinenser unterdessen vor einer Eskalation. Er forderte alle Seiten zur "Zurückhaltung" auf.

Ein hochrangiger ägyptischer Sicherheitsbeamter dementierte, dass die Angreifer die Grenze von der Halbinsel Sinai aus überquert hätten. “Die Grenze ist streng bewacht„, sagte er. Allerdings hat sich die Sicherheitslage auf der Halbinsel Sinai seit dem Ende der Präsidentschaft von Husni Mubarak in Ägypten deutlich verschlechtert. Vergangene Woche versetzte Ägypten tausende Soldaten auf den Sinai, um gegen
von der Al Kaida beeinflusste Extremisten vorzugehen, die dort zuletzt immer aktiver geworden sind.

  • 18.08.2011, 23:48 UhrAnonymer Benutzer: Gerechtigkeit

    Nur weil ich eine kritische Meinung gegenüber einem Unrechtsregime habe, bin ich falsch informiert und antiisraelisch? Interessant, Ihr Demokratieverständnis. Widerlegt haben Sie jedenfalls meine Argumente nicht. Und dass Sie einem entrechteten und enteigneten Volk mit miserablen Existenzbedingungen Misswirtschaft vorwerfen, ist schon imperialistische Arroganz erster Güte. Natürlich sind die Fanatiker innerhalb der Hamas Ekelpakete, aber die orthodoxen Ultras, interessanter- und typischerweise meist osteuropäische Konvertiten, stehen ihnen in nichts nach. Und die Hamas repräsentiert in keinster Weise die Palästinenser und würde sofort an Macht und Einfluss verlieren, wenn Israel auf die Palästinenser zuginge, ihnen endlich Reparationen für ihre unrechtmäßige Enteignung zahlen und ihnen Land und Wasserzugang zur Verfügung stellen würde. Dann wäre der Druck raus und die Hamas würde blöd aus der Wäsche gucken. Aber daran ist die israelische Regierung gar nicht interessiert. Warum wohl nicht?

  • 18.08.2011, 22:38 UhrAnonymer Benutzer: Hayek

    Verzeihung, aber Sie irren sich gewaltig und sind durch die andauernde antiisraelische Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen Medien fehlgeleitet. Zunächst einmal sind Anschläge auf Zivilisten eine durch nichts zu rechtfertigende Sauerei - das ist ein barbarischer unmenschlicher schändlicher Haß. Immer neue Siedlungen werden auf steinigem Grund werden in der Tat in der Westbank gebaut - im Gazastreifen hingegen wurden alle Siedlungen durch Israel geräumt, was auf Seiten der Hamasdiktatur nur zu mehr blinder Gewalt geführt hat. Das Problem des Gazas ist demnach nicht Israel, sondern ein barbarisches Regime, das lieber seinen Haß kultiviert, als den Wohlstand und die Freiheit seiner Bevölkerung. Nicht umsonst wollte Ägypten und andere arabische Länder mit diesem Terrorregime nichts, aber auch garnichts zu tun haben. Wenn es Israel nicht gäbe würde dieser Landstrich womöglich noch mehr in somalische oder iranische Zustände abgleiten. Was die Westbank angeht hat Arafat der Friedensregelung mit Ostjerusalem als Hauptstadt aufgrund des fanatischen Judenhasses seiner Bevölkerung abgelehnt und damit auch den Aufstieg seines hochalimentierten Volkes zu mehr Prosperität abgelehnt. Israel für palästinensische Mißwirtschaft verantwortlich zu machen, ist so als ob man Südkorea für die Probleme Nordkoreas veranwortlich macht.

  • 18.08.2011, 21:57 UhrAnonymer Benutzer: Gerechtigkeit

    Israel ist nicht nur Opfer, sondern ganz massiv auch Täter und wird, was immer es tut, in Schutz genommen, obwohl es ständig massiv gegen Völkerrecht verstößt, indem es beispielsweise immer neue Siedlungen auf palästinensischem Gebiet zulässt, nie Reparationen an die völkerrechtswidrig enteigneten Palästinenser gezahlt hat, Palästinenser in ihren schlecht versorgten Lagern von Lebensmittellieferungen und sogar vom Wasser abschneidet oder fröhlich in Wohngebieten rumbomt, nur weil sich dort angeblich Terroristen eingenistet haben. Über Anschläge braucht man sich dann nicht zu wundern. So etwas sollten wir hier mal in Deutschland machen. Auch in Israel gibt es engagierte, gerechtigkeitsliebende Menschen, die gegen diesen Terrorismus ihrer Regierung demonstrieren, aber über die wird nicht berichtet.

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