Terror in Algerien
Hintergrund: El Kaida im Maghreb

Zu den Anschlägen in Algier hat sich die Organisation El Kaida im Maghreb bekannt. Handelsblatt.com erlärt, wer dahinter steckt.

HB ALGIER. El Kaida im Maghreb: Dieser Zweig des internationalen Netzes islamisch-sunnitischer Terroristen ist offenbar hervorgegangen aus der Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf (Groupe Salafiste pour la Prédication et le Combat, GSPC).

Bei den Salafisten handelt es sich um islamische Fundamentalisten, die mit Gewalt auf die Annullierung der algerischen Parlamentswahl von 1992 reagierten. Damals stand die Islamische Heilsfront (FIS) vor einem Wahlsieg, der durch das Eingreifen der Streitkräfte unterbunden wurde. Die Salafisten spalteten sich 1998 von der Bewaffneten Islamischen Gruppe (GIA) ab, die in den ersten Jahren der Aufstandsbewegung zahllose blutige Anschläge verübte.

Angesichts einer militärischen Offensive der Regierung zogen sich die Salafisten in abgelegene Regionen im Süden und Osten Algeriens zurück. Sie agierten in kleinen Kommandogruppen und galten als äußerst gewaltbereit. Die GSPC finanzierte sich vermutlich mit Schmuggel und Schutzgelderpressungen. 2003 waren in Südalgerien 32 Touristen, darunter auch 16 Deutsche, ein halbes Jahr lang in der Gewalt salafistischer Geiselnehmer. Eine deutsche Geisel starb damals an Entkräftung.

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