Terror in der Türkei
Mutmaßlicher Anschlag in Istanbul

Eine Explosion erschüttert einen belebten Stadtteil in Istanbul. Scheiben zerspringen, der Metroverkehr wird gestoppt. Medien berichten von einer Bombe. Nach ersten Erkenntnissen wurden fünf Menschen verletzt.

IstanbulDie Explosion einer Rohrbombe hat am Dienstag in Istanbul fünf Menschen verletzt. Der Sprengsatz sei zu Beginn des Berufsverkehrs nachmittags an einer Brücke nahe der U-Bahnstation Bayrampasa hochgegangen, sagte der örtliche Bürgermeister Atilla Aydiner. „Wir sind dankbar, dass kein Menschenleben verloren wurde“, sagte der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Die Türkei ist nach mehreren Terroranschlägen in den vergangenen Monaten in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Explosion am Dienstag löste nach Sahins Worten Panik aus, weil sie sich auf einer großen Kreuzung ereignete. In ganz Istanbul wurde die U-Bahn wegen des Zwischenfalls vorübergehend gestoppt.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, es habe sich um einen selbst gebastelten Sprengsatz gehandelt. Die Online-Zeitung „Radikal“ berichtete, die Bombe sei am Straßenrand platziert worden und habe sich mutmaßlich gegen die Einsatzpolizei gerichtet, deren Bus kurz vor der Detonation vorbeifuhr.

Die Straßen in der Umgebung seien abgesperrt und der Metroverkehr auf eine Spur umgeleitet worden. In einem Metrowaggon seien die Scheiben zersprungen und die Menschen in Sicherheit gebracht worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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