Terror in Großbritannien
Ermittler waren Glasgow-Attentätern auf der Spur

Britische Polizeibeamte hatten kurz vor dem Anschlag in Glasgow bereits erste Ermittlungen gegen die späteren Täter eingeleitet. Und auch die Suche nach den Drahtziehern verläuft vielversprechend: Die Ermittler nahmen weitere Mitglieder einer mutmaßlichen Extremisten-Zelle fest.

HB LONDON. Die Polizei war den Attentätern von Glasgow auf der Spur, kurz bevor sie mit einem Wagen in das Flughafengebäude der schottischen Stadt fuhren. Ermittler hätten nur zehn Minuten vor dem Anschlag die Immobilienagentur kontaktiert, die einem der beiden Männer eine Wohnung vermittelt hatte, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Montag.

Der Direktor der Makleragentur, Daniel Gardiner, sagte demnach, dass einer der beiden Verdächtigen Arzt am Royal Alexandra Hospital in der Ortschaft Paisley nahe des Flughafens war. In dem Krankenhaus liegt jetzt der Fahrer des Wagens mit schweren Brandverletzungen. Am Sonntag wurde vor der Klinik ein verdächtiges Fahrzeug kontrolliert zur Explosion gebracht. Die Wohnung in Houston, ebenfalls nahe des Flughafens gelegen, sei für sechs Monate vermietet gewesen, sagte Gardiner. Das Haus wurde am Sonntag durchsucht. Die Polizei kommentierte den Bericht nicht.

Die britischen Anti-Terror-Einheiten haben unterdessen ihre Suche nach den Drahtziehern des Anschlages von Glasgow und der vereitelten Attentate in London ausgeweitet und zwei weitere Terrorverdächtige festgenommen. Die beiden Männer im Alter von 28 und 25 Jahren seien im Zusammenhang mit dem Angriff auf den Flughafen von Glasgow in Haft genommen worden, teilte die schottische Polizei am Montag mit.

Die zuständigen Minister sprachen insgesamt von „guten Fortschritten“ bei der Fahndung. Die Polizeivertreter nannten keine Zahlen, wie viele Personen auf der Fahndungsliste der Sondereinheit standen. Ihren Angaben zufolge gehen die Ermittler aber derzeit davon aus, dass fast alle bislang gefassten sieben Verdächtigen aus dem Ausland stammen. Die vor knapp zwei Jahren verübten Anschläge auf den Londoner Nahverkehr waren von Briten aus Einwandererfamilien verübt worden. Die Selbstmordattentäter rissen am 7. Juli 2005 52 Menschen in den Tod.

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