Terror in Nigeria: Auf dem Weg zum gefährlichsten Land der Welt

Terror in Nigeria
Auf dem Weg zum gefährlichsten Land der Welt

Nigeria gilt als Afrikas wirtschaftlicher Hoffnungsträger. Doch das Land versinkt im Terror. Wieder massakrierte die Sekte „Boko Hama“ Dutzende Menschen, trotzdem hat die Organisation Zulauf – aus einem einfachen Grund.
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KapstadtRiesige Autoschlangen gehören in Nigeria seit langem zum Alltag des Landes. Vor allem in der Wirtschaftsmetropole Lagos ist der Verkehr derart monströs, dass selbst der geduldigste Besucher am Ende oft verzweifelt.

Selbst auf sechs Spuren herrscht hier zumeist völliger Stillstand – und sogar neben der Autobahn ist für gewöhnlich alles verstopft, weil nigerianische Verkehrsteilnehmer in solchen Fällen nicht lange fackeln sondern sofort parallel zur Teerstraße durch die Botanik pflügen. Es ist der automobile Irrsinn – und irgendwie bezeichnend für die Entwicklung des bevölkerungsreichsten Staates in Afrika mit seinen rund 175 Millionen Menschen.

In der im Landeszentrum gelegenen Hauptstadt Abuja ging es bislang friedlicher zu: Aber selbst hier ist es in den vergangenen Monaten auf den Hauptverkehrsstraßen immer wieder zu großen Staus gekommen. Grund dafür war allerdings weniger die verheerende Infrastruktur als die vielen Straßensperren, an denen die Sicherheitskräfte emsig nach Sprengstoff, Maschinengewehren, Macheten und anderen Waffen suchten, die Nigerias islamistische Sekte Boko Haram im Zuge ihres blindwütigen Terrorkampfes für einen muslimischen Gottesstaat im Norden des Landes verwendet.

Symptomatisch für die Brutalität der Terrorbande waren ihre beiden jüngsten Überfalle auf die kleinen Saheldörfer Izghe und Mafa, bei denen zusammen fast 250 Bewohner grauenvoll massakriert wurden. Wie bereits zuvor waren dabei auch diesmal Dutzende islamistischer Milizen auf Trucks und Motorrädern in die im äußersten Nordosten des Landes gelegenen Dörfer gekommen und hatten dort grauenvoll gewütet, ohne dabei von der nigerianischen Armee gestört zu werden.

Beobachter sehen in dem jüngsten Massaker am Wochenende ein neuerliches Beispiel dafür, dass weite Teile Nigerias, darunter vor allem der verarmte muslimische Norden des Landes, der Kontrolle des Staates inzwischen fast völlig entglitten sind.

Dabei ist „Boko Haram“, was so viel heißt wie „Bildung ist Sünde“, eigentlich weniger mobil als andere Zellen des islamistischen Terrors in der Region – und müsste dementsprechend auch leichter zu bekämpfen sein. Die Gruppe besteht angeblich fast nur aus Nigerianern und hat bis vor kurzem überwiegend Vertreter der nigerianischen Regierung und Einrichtungen der katholischen Kirche angegriffen, die nach Ansicht der Islamisten die „Verwestlichung“ der Muslime in der Region vorantreiben. Seit einiger Zeit werden nun aber auch immer öfter Dörfer mit Muslimen wahllos angegriffen und fast völlig zerstört.

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  • Die Situation in dem Land wird täglich schlimmer. Alle Insider gehen davon aus, das nach den Wahlen im nächsten Jahr ein wirtschaftlicher Zusammenbruch und erhebliche blutige Unruhen kommen werden. Allein in 2013 wurde mehr als die Hälfte (ca 20 Mrd US-$) der Staatseinnahmen von den Eliten (Bundes- und Landespolitikern sowie Wirtschaftsmagnaten) in die eigene Tasche gesteckt (in diesem Jahr wird es noch mehr sein). Der Chef der Zentralbank machte diese Zahl öffentlich und wurde daraufhin von dem korrupten Präsidenten umgehend gefeuert. Die Gelder werden von den Kleptomanen übrigens umgehend in Immobilien, Unternehmen, Banken in Europa und den USA angelegt und die deutschen Premiumhersteller freuen sich über prächtige Verkaufszahlen in Westafrika.
    Als Folge der fehlenden Mittel stehen an Zahlungen der Zentralregierung an die Bundesländern sowie an Staatsbedienstete (Polizei, Militär, Verwaltung, etc) mehrere Monate aus. Ganz zu schweigen von den vielen Projekten in der Infrastruktur, die dringend verbessert werden muss um mit der wachsenden Bevölkerung Schritt zu halten. Viele ausländische Unternehmen, die dort bisher tätig waren haben schon die Segel gestrichen. Zum Einen wegen fehlender Zahlungen (trotz vertraglicher Verpflichtungen der Regierung) zum Anderen wegen der Sicherheitslage.
    Die Nigerianer selbst sagen mir, dass ihr Land keine Zukunft hat (Viele wollen einfach nur weg) - dies erklärt auch das Handeln der Führung bis hinunter zum einfachen Bürger. Die Devise lautet dort:Es gibt kein Gestern, es gibt kein Morgen, es gibt nur das Hier und Heute. God bless Nigeria!

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