Terror in Paris
Islamist Abdelhamid Abaaoud für tot erklärt

Abdelhamid Abaaoud, der als Drahtzieher der Anschläge von Paris gilt, ist tot. Der Islamist kam bei der Razzia in Saint-Denis ums Leben. Doch wer ist der Mann, den die französischen Anti-Terror-Truppen so gejagt haben?
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ParisDer Staatsanwalt machte offiziell, was Frankreichs Anti-Terror-Kämpfer gehofft hatten: Abdelhamid Abaaoud, der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Paris ist bei dem Einsatz in Saint-Denis vom Mittwoch getötet worden. Ein in der gestürmten Wohnung gefundener Leichnam sei als der des belgischen Islamisten identifiziert worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Es sei allerdings unklar, ob sich Abaaoud selbst in die Luft gesprengt hat oder nicht. Laut der Nachrichtenagentur afp war Abaaoud in vier von sechs in diesem Jahr vereitelten Terroranschlägen in Frankreich involviert gewesen.

Am Mittwochmorgen hatte die französische Polizei eine Wohnung in Saint-Denis nördlich von Paris ins Visier genommen, wo Abaaoud zusammen mit weiteren Verdächtigen vermutet wurde. Bei der Razzia am frühen Morgen gab es heftige Feuergefechte und Explosionen. Bilanz des siebenstündigen Einsatzes: zwei Tote und sieben Festnahmen. Eine Frau sprengte sich nach offiziellen Angaben selbst in die Luft, ein weiterer Terrorverdächtiger wurde getötet. Aber erst jetzt ist auch die wichtigste Frage beantwortet: Auch Abdelhamid Abaaoud war in der gestürmten Wohnung – und er ist der Tote.

Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, ist die französische Regierung aber von der TAtsache überrascht worden, wie gefährlich Abaaoud tatsächlich ist. „Frankreich wusste vor den Attacken [von Paris am vergangenen Freitag] nicht, dass das terroristische Mastermind sich in Europa aufhält“, sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve laut AP.

Abaaoud – sein Alter wird mit 27 oder 28 Jahren angegeben – galt als eine Art unerwarteter Aufsteiger des Dschihad. Er soll nicht nur der Kopf hinter den Pariser Anschlägen sein, sondern auch hinter zwei anderen Terrorplänen stecken, die dieses Jahr in Frankreich vereitelt wurden: die im April gescheiterten Anschläge auf Kirchen nahe Paris und die im August von Passagieren gestoppte Attacke eines schwer bewaffneten Extremisten im Hochgeschwindigkeitszug Thalys nach Paris. Aus US-Kreisen wurde bekannt, dass ihm auch die US-Geheimdienste seit Monaten auf der Spur waren. Sie sahen ihn als Schlüsselfigur einer externen Terrorzelle des Islamischen Staats.

Abaaoud, war wohl auch wiederholt in Deutschland. Die Bundespolizei kontrollierte ihn laut Spiegel Online am 20. Januar 2014 am Flughafen Köln/Bonn, als er von dort nach Istanbul fliegen wollte. Den Beamten erzählte er, er wolle Freunde und Verwandte in der Türkei besuchen und anschließend wieder zurück nach Köln reisen. Doch die Tour zurück erfolgte offenbar dann auf anderen Wegen.

Aus Sicherheitskreisen verlautete zudem, dass sich Abaaoud bereits 2007 einmal in Köln aufgehalten hatte. Er soll seinerzeit bei der Stadt ein Ausfuhrkennzeichen für ein großes Fahrzeug beantragt haben. Die Hintergründe seines damaligen Besuchs sind aber vollkommen unklar. „Wir können uns darauf derzeit keinen Reim machen“, sagt ein Ermittler „Spiegel Online“.

Schon kurz nach den Anschlägen von Paris legten sich die Ermittler fest: Der Belgier soll Drahtzieher der beispiellosen Terrorwelle in der französischen Hauptstadt sein, die am vergangenen Freitag mindestens 129 Menschen das Leben kostete. Experten vermuteten, dass er die Pläne von Syrien aus schmiedete. Doch dann stellte sich heraus: Er war womöglich nur wenige Kilometer von den Orten des Massakers entfernt.

Abaaoud wuchs als Sohn marokkanischer Einwanderer im Brüsseler Viertel Molenbeek-Saint-Jean auf, das inzwischen als Islamistenhochburg angesehen wird. In seiner Kindheit galt er als unbekümmerter Junge, der auf eine angesehene Schule ging, das Collège Saint-Pierre d'Uccle. Doch aus ihm wurde offenbar ein Fanatiker des islamistischen Terrors, der sogar seinen 13-jährigen Bruder für den Krieg in Syrien rekrutiert haben soll. In einem 2014 veröffentlichten Video sagte er: „Mein ganzes Leben habe ich das Blut von Muslimen fließen sehen. Ich bete, dass Allah jenen das Genick bricht, die Ihn ablehnen (...) und dass Er sie ausrotten wird.“

Zu Jahresbeginn geriet der Dschihadist ins Visier der belgischen Ermittler. Sie verdächtigten Abaaoud, die Terrorzelle in der Stadt Verviers mitorganisiert und finanziert zu haben, die am 15. Januar bei einer Razzia ausgehoben wurde. Zwei seiner mutmaßlichen Komplizen wurden damals getötet.

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  • Die Deutschen vertrauen ihrer Kanzelerin:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article149042990/Die-Deutschen-vertrauen-ihrer-Kanzlerin.html
    Genau dass ist, was ich mit manipulativer einseitiger Medienlandschaft meine.
    Wer sind „Die Deutschen“, wer ist damit gemeint?
    So funktiuoniert heute der politische Journalismus in der deutschen Hofberichtserstattungsmedienlandschaft.
    Politik und Medien sitzen im gleichen Boot und werden von den selben Lobbyisten bezahlt oder haben sich von diesen für ein gutes, material abgesichertes Leben bereits kaufen lassen.

  • Schäuble hat gerade diese Woche wieder 4,3 Mrd. € neue Schulden aufgenommen!

  • Im Zuge des Terrors und der Terrorbekämpfung wird die Staatsverschuldungen weiter zunehmen. Und wer ist Staat, wir alle, die durch Steuern und Abgaben diesen fianzieren. Natürlich zahlen wir auch die Renditen und Verzinsung der Kapitalgeber, die den Staaten immer neue Kreditlinien einräumen, solange sie den Anschein erwecken können, weiterhin die möglichen Ausfälle zu sozialisieren.
    Die Kapitalgeber, welche überschuldete Staaten weiterhin finanzieren, werden dadurch immer reicher, während die Umverteilung natürlich aus dem Geldbeutel der Masse hin zum Kapital stattfindet.

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