Terror-Miliz Isis
Wer kämpft im Irak gegen wen?

Im Irak liefern sich verschiedene Gruppen einen erbitterten und blutigen Machtkampf, der im Zerfall des Landes enden könnte. Doch wer kämpft da gegen wen? Und was wollen die Gruppen erreichen?
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Im Kampf gegen den Vormarsch der sunnitisch-fundamentalistischen Terrorgruppe Isis setzt die Zentralregierung in Bagdad auf schiitische Milizen. Sie sollen die Kämpfer stoppen, die in der vergangenen Woche in einer Blitzoffensive große Gebietsgewinne nördlich der Hauptstadt erzielten. Die Milizen haben auch den Segen der einflussreichen Geistlichen, die alle Schiiten zu den Waffen riefen. Experten warnen, dass der Konflikt immer mehr zu einem Krieg zwischen den Sunniten und ihrer Schutzmacht Saudi-Arabien einerseits und den Schiiten unter dem Schutz des Irans andererseits werde.

Der handstreichartige Erfolg der Kommandos vom „Islamischen Staat in Irak und Syrien (Isis)“ wäre undenkbar, hätten die Angreifer nicht auf irakischem Boden wichtige Verbündete – vor allem alte Getreue von Saddam Hussein, sunnitische Milizen und Stammesführer sowie Teile der normalen Bevölkerung. Alle diese Kräfte eint ein gemeinsames Ziel, sie wollen ein Ende der schiitischen Machtdominanz und ein Sturz von Premier Nuri al-Maliki.

Umgekehrt hat die rasche Mobilisierung der schiitischen Milizen schlagartig offen gelegt, wie einsatzfähig diese inoffiziellen Verbände sind. Auch die Kurden haben mit den Peschmerga eine potente Streitmacht, der es bisher gelungen ist, ein Übergreifen von Chaos, Kämpfen und Blutvergießen auf den halbautonomen Nordirak zu verhindern.

Handelsblatt Online erklärt, wer die wichtigsten Gruppen in diesem erbitterten irakischen Machtkampf sind, der in einem Zerfall des Landes enden könnte.

Kommentare zu " Terror-Miliz Isis: Wer kämpft im Irak gegen wen?"

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  • Die Sunniten die von den perversen Saudis unterstützt werden die sich ständig mit jungen Mädchen aus den Flüchtlingslagern versorgen lassen , sind die Schlimmsten. Diese Geschäfte unter den Augen der Gutmenschen sind widerlich.

    Die Kurden die mehr Flüchtlinge in ihren Stammesgebieten aufgenommen haben als Deutschland, sollten die vollste Unterstützung bekommen die es gibt,. natürlich nicht aus Deutschland hier sitzen eher ihre Feinde. Daher denke ich das die Deutsche Bevölkerung eher hinter den Kurden steht,als die Kriegsfürsten die ständig nach neuen BW Einsätzen rufen.

    Die Schiiten haben ein großes befriedigtes Stammesgebiet mit Ausnahme von Bagdad, dass wohl Sunnitisch ist.

    Die ISIS Kämpfer können in wenigen Tagen sicher platt gemacht werden. Wer weis noch, dass Amerikanische Panzer sich vor ihren Panzern Schaufeln ansetzen liesen und die Iraker in ihren Löchern damals einfach lebendig begraben haben. In der Wüste gibt es eben wenig Schutz.

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