Terror-Verdächtige
Heimatländer wollen Guantanamo-Häftlinge nicht haben

Die USA haben nach Angaben des Außenministeriums Schwierigkeiten, die in Guantanamo festgehaltenen Terrorismus-Verdächtigen wieder loszuwerden. Einen Ausweg sehen die amerikanischen Sicherheits- und Justizbehörden darin, vollkommen fremde Staaten zur Aufnahme zu überreden.

HB WASHINGTON. Die US-Regierung wolle mehrere der 540 ausländischen Häftlinge in ihre Heimatländer schicken, doch viele dieser Länder wollten sie nicht haben, sagte der Jurist im Außenministerium, John Bellinger, am Montag. „Einige der Länder bestreiten sogar, dass diese Personen ihre Staatsbürger sind“, sagte Bellinger. Die USA würden es begrüßen, wenn sich andere Staaten bereit erklären würden, diese Leute aufzunehmen.

Nach Bellingers Worten verlangen die USA von den Heimatländern der Häftlinge eine Zusicherung, dass sie nicht gefoltert würden. Außerdem sollten potenziell gefährliche Personen an sicheren Orten untergebracht werden. Es sei aber noch ein Rätsel, wie man all diese Bedingungen unter einen Hut bringen könne. Die USA stehen international in der Kritik, weil auf dem Stützpunkt Guantanamo hunderte Terrorismus-Verdächtige weitgehend rechtlos jahrelang ohne Anklage festgehalten werden. Die meisten der Häftlinge stammen aus Saudi-Arabien, Afghanistan und Jemen.

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