„Terrorakte gegen Söhne des irakischen Volkes“
Irakische Regierung verurteilt Anschläge auf Kirchen

Die irakische Führungsspitze hat die Anschläge auf christliche Kirchen in Bagdad und Mossul vom Sonntag scharf verurteilt. Übergangspräsident Ghasi el Jawer bezeichnete sie als „Terrorakte gegen Söhne des irakischen Volkes“.

HB BAGDAD. In einer am Montag in Bagdad verbreiteten Stellungnahme betonte er: „Angriffe auf die Kultstätten welcher Religion auch immer drücken eine Geringschätzung dieser Religion aus. Dies ist gegen die Lehren des Islams.“ Der nationale Sicherheitsberater Muwaffak el Rabaie machte das Netzwerk des jordanischen Terroristen Abu Mussab el Sarkawi für die Anschlagsserie verantwortlich. „Alle Anzeichen deuten darauf hin“, sagte er im arabischen Nachrichtensender El Dschasira.

Bei den nahezu zeitgleichen Anschlägen waren am Sonntagabend Autobomben vor vier Kirchen in Bagdad und vor einer im nordirakischen Mossul explodiert. Dabei kamen nach Behördenangaben sechs Menschen ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt. Ein offenbar von der Terror-Organisation El Sarkawis vor einer Woche entführter Lastwagenfahrer aus Somalia wurde unterdessen freigelassen. Wie El Dschasira berichtete, hatte der Arbeitgeber des Mannes die Einstellung der Aktivitäten seiner Firma im Irak angekündigt. Dies hatten die Entführer gefordert, die anderenfalls mit der Tötung des Somaliers gedroht hatten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%