Terroralarm in Brüssel
Zurück zur Normalität – aber nur mit Militär

Langsam findet Brüssel in den Alltag zurück. Einige U-Bahn-Linien fahren, Geschäfte öffnen und Kinder gehen wieder zur Schule – gesichert allerdings von 300 Polizisten. Denn die höchste Terrorwarnstufe gilt weiter.

BrüsselDie belgische Hauptstadt Brüssel tastet sich trotz der höchsten Terrorwarnstufe zurück in die Normalität. Unter dem massiven Schutz von Polizei und Militär in der belgischen Hauptstadt fuhren Kinder zum Unterricht, Studenten zur Universität und Angestellte zur Arbeit.

Auf dem Campus müssen Studierende ihren Studentenausweis zeigen, auch an Supermärkten wird kontrolliert – die Taschen müssen geöffnet werden, ähnlich wie an Flughäfen. Panisch schaut niemand drein ob den Soldaten und Polzisten auf den Straßen, nur unsicher, ängstlich – und ein wenig misstrauisch.

Nach einer Entscheidung der Regierung vom Montag gilt weiterhin und zunächst bis kommenden Montag die Terrorwarnstufe vier – die höchste. Die Warnung vor einem unmittelbaren Anschlag bleibt mindestens noch für die gesamte Woche bestehen. Sie war von der Regierung wegen Hinweisen auf eine Anschlagserie ähnlich den Attentaten von Paris ausgerufen worden.

Für den Schutz der Schulen waren nach Angaben des Innenministeriums rund 300 Polizisten und für das U-Bahn-Netz etwa 200 Soldaten abgestellt. Seit sechs Uhr werden von den insgesamt 69 Stationen laut Angaben der Verkehrsbetriebe immerhin 35 bedient. Der Verkehr sollte aber früher als normal enden.

Für den Schutz der Brüsseler Schulen stellte die Polizei 300 zusätzliche Beamte ab. Ungefähr die Hälfte der U-Bahn-Stationen war geöffnet. Zu ihrem Schutz standen etwa 200 Soldaten bereit.

Die Brüsseler Stadtverwaltung wollte am Mittwoch öffentliche Veranstaltungsorte und Kulturzentren wieder öffnen. Verschiedene andere große Museen sollten jedoch geschlossen bleiben. Mehrere Warenhäuser und Einkaufsgalerien öffneten erneut ihre Pforten.

„Ich hatte entschieden, meine Kinder heute morgen nicht in die Schule zu bringen, aber spät, gestern Abend beim Essen, habe ich meine Meinung geändert. Das Leben geht weiter“, sagte ein 47 Jahre alter Familienvater, der seine beiden Söhne zum Unterricht brachte. „Zum Glück dauern die Kurse heute nur bis 13 Uhr", sagte der 14-jährige Marc, der mit dem Bus zur Schule gefahren kam. Wie die anderen Schulpflichtigen hatte er am Montag und Dienstag zwei Tage unterrichtsfrei.

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