Terrorangst bei Olympia
USA machen vor Sotschi im Schwarzen Meer mobil

In einem Video drohen Islamisten mit Anschlägen bei den Olympischen Winterspielen. Sotschi ist längst eine Hochsicherheitszone. Die USA bieten den Russen zusätzlich Hilfe an – und schicken Kriegsschiffe in die Region.
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WashingtonDie Sorge vor Terroranschlägen bei den Olympischen Winterspielen wächst. Geschürt durch die beiden Attentate von Wolgograd Ende des Jahres, befeuert von einem Drohvideo, das russische Islamisten nun auf ihrer Webseite veröffentlicht haben.

Russlands Präsident hat zwar angekündigt, die Terroristen jagen und Sotschi zu einem Hochsicherheitsbereich ausbauen zu wollen – Zweifel an den Sicherheitsvorkehrungen gibt es dennoch. Die USA, die das größte Sportlerkontingent stellen werden, wollen sich nicht vollkommen auf Putins Maßnahmen verlassen. Laut CNN wird das US-Militär mindestens zwei Kriegsschiffe und mehrere Transportflugzeuge im Schwarzen Meer auf Anruf bereithalten.

Auf offiziellem Weg hat das Pentagon hat der russischen Regierung „volle Unterstützung“ bei den Sicherheitsvorkehrungen für die Olympischen Winterspiele angeboten. US-Kommandeure in der Region seien dabei, Vorbereitungen für den Fall zu treffen, dass Hilfe angefordert werde, teilte Ministeriumssprecher John Kirby am Montag in Washington mit. So stünden amerikanische Luft- und Marinekapazitäten, darunter zwei Schiffe im Schwarzen Meer, „für alle Eventualitäten“ zur Verfügung – „zur Unterstützung der russischen Regierung und in Konsultation mit dieser“.

Derzeit lägen keine diesbezüglichen Anforderungen vor. Russland verlässt sich auf seine eigenen Vorkehrungen. Aktuell fahnden die russischen Behörden nach drei möglichen Selbstmordattentäterinnen. Eine der Frauen soll sich in Sotschi aufhalten, wie aus Flugblättern der russischen Polizei hervorgeht. Genannt wird die 22-jährige Rusanna Ibragimowa, Witwe eines getöteten islamistischen Extremisten. Reporter der Nachrichtenagentur AP sahen die Polizei-Flugblätter am Dienstag in einem Hotel in Sotschi. Eine Stellungnahme der Sicherheitsbehörden war kurzfristig nicht zu erhalten. Sogenannte Schwarze Witwen von islamistischen Kämpfern sollen schon mehrfach Selbstmordanschläge in Russland verübt haben.

Auch während der Spiele müssen sich Sportler und Gäste der ersten russischen Olympischen Winterspiele auf Heerscharen von Uniformierten einstellen. Zivilschutzminister Wladimir Putschkow kündigte eine Mannschaftsstärke von 23.000 Einsatzkräften an. Das Innenministerium hatte zuvor mitgeteilt, 37.000 Uniformierte abzustellen. Außerdem wird die ganze Stadt während der Spiele für Nicht-Einwohner und Nicht-Olympia-Besucher abgeriegelt werden. So wird es in Sotschi erstmals in der Olympia-Geschichte einen speziellen Zuschauerpass geben.

Die Winterspiele beginnen am 7. Februar in dem russischen Badeort am Schwarzen Meer. Bereits im vergangenen Sommer hatte der islamistische Rebellenführer Doku Umarow damit gedroht, die Olympischen Spiele „mit allen Mitteln“ zu verhindern. Diese seien ein „teuflischer Tanz auf den Knochen unserer Vorfahren“, sagte er in Anspielung auf die Eroberung der Schwarzmeerküste durch die Armee des Zaren im 19. Jahrhundert. Umarow führt nun einen terroristischen Kampf gegen Russland und sagt, das Hauptziel der tschetschenischen Rebellen ist die Unabhängigkeit.

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  • Naja , das Schwarze Meer ist ein Internationales Gewässer und der Bosporus ein ebensolcher Seeweg , das Natomitglied Türkei wird seinen Verbündeten USA sicher nicht die Durchfahrt verwehren , oder zweifelt wirklich jemand daran ?

  • Reden wir hier tatsächlich von den Olympischen Spielen? Terroranschläge, Kriegsschiffe, Hochsicherheitsbereich....., wo bitte bleibt da die Olympische Idee!
    Es ist überfällig, dass sich das Internationale Olympische Komitee Gedanken über die künftige Ausrichtung der Spiele macht. Insbesondere Ausrichtungsorte und Budgetaufwendungen.

  • Erst mit Hilfe des CIA - oder ähnlicher Institutionen - den Aufstand schüren und dann "großzügig" militrische Hilfe anbieten um dann schon mal mit Kriegsschiffen ins Schwarze Meer zu kommen und die Lage sondieren!
    Solche "netten Helfer" sind überflüssig wie ein Kropf und willkommen wie Füßpilz. Das sollte Putin ihnen auch deutlich machen: Keine US-Marine in russischen Hoheitsgewässern! Punkt!

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