Terroranschlag in Afrika: Deutsche stirbt bei Anschlag an Elfenbeinküste

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Terroranschlag in Afrika
Deutsche stirbt bei Anschlag an Elfenbeinküste

Islamistische Terroristen dringen in drei beliebte Strandhotels an der Elfenbeinküste ein und töten rund 20 Menschen. Unter den Opfern ist die Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan gewesen sein.

Abidjan, BerlinBei den islamistischen Terroranschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste ist auch eine Deutsche getötet worden. Dabei handelt es sich um die Leiterin des dortigen Goethe-Instituts, Henrike Grohs. Die Zentrale des deutschsprachigen Kulturinstituts bestätigte am Montag entsprechende Informationen der Deutschen Welle.

Die 51-Jährige hatte das Goethe-Institut in der Wirtschaftsmetropole Abidjan seit Dezember 2013 geleitet. Zuvor war die studierte Völkerkundlerin in Südafrika tätig. Mehrere Jahre lang arbeitete Grohs auch in Bildungsprojekten der Berliner Philharmoniker. Grohs' Tod sei „ein harter Schlag für das gesamte Kulturmilieu“ in der Elfenbeinküste, sagte der ivorische Journalist M'Bra Harding. Sie sei eine „große Freundin der ivorischen Kultur“ gewesen.

Insgesamt wurden bei dem Angriff in dem auch bei Touristen beliebten Badeort Grand-Bassam am Sonntag nach unterschiedlichen Medienangaben zwischen16 und 22 Menschen getötet. Die Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) bekannte sich zu der Tat. Die Attacke war die erste dieser Art in dem westafrikanischen Land.

Unter den Toten befinden sich auch ein Franzose, ein Kameruner sowie eine Person aus Burkina Faso. Das sagte ein Militärsprecher aus der Elfenbeinküste der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Der ivorische Innenminister Ahmed Bakayoko hatte am Sonntag im Fernsehsender RTI von deutschen und anderen ausländischen Opfern gesprochen.

Mehrere bewaffnete Männer hatten am Sonntag in Grand-Bassam, rund 40 Kilometer südöstlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet. Bei den Anschlägen wurden nach Angaben der Behörden auch zwei Soldaten und sechs der Angreifer getötet. Mindestens 22 Menschen wurden verletzt. Die Identität der Angreifer konnte zunächst nicht festgestellt werden.

Die frühere französische Kolonialstadt Grand-Bassam liegt rund 40 Kilometer östlich des Wirtschaftszentrums Abidjan. Sie ist wegen ihrer historischen Altstadt Unesco-Weltkulturerbe.
AQMI übernahm auf dem der Miliz nahestehenden Nachrichtenportal Al-Akhbar Verantwortung für die Anschläge. „Dank Allah, dem Allmächtigen, konnten Ritter der Al-Kaida im Islamischen Maghreb in den Urlaubsort einbrechen“, schrieb die sunnitische Terrororganisation, die ihre Ursprünge in Algerien hat. Die Al-Kaida im Islamischen Maghreb ist unter anderem in Mali, Marokko, Tunesien und Algerien aktiv.

Die Regierung der Elfenbeinküste berief für Montag eine Krisensitzung des Kabinetts in Abidjan ein. Sie kündigte eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen in dem westafrikanischen Land an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur
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