Terroranschlag in Tunesien
Vier Verdächtige inhaftiert

Der Attentäter von Sousse hatte offenbar Verbindungen zu radikalen Gruppen. Genauso wie mehrere Festgenommene soll der Student im Nachbarland Libyen in einem Terrorlager gewesen sein.
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TunisNach dem Terroranschlag auf Urlauber im tunesischen Badeort Sousse hat die Polizei in dem nordafrikanischen Land acht Verdächtige festgenommen. Sie stünden in direkter Verbindung zur Tat, sagte der Minister Kamel Jendoubi am Donnerstag in Tunis. Darunter sei auch eine Frau.

Sein Kollege Lazhar Akremi erklärte nach Angaben einheimischer Medien, die Verdächtigen seien in Terrorlagern im Nachbarland Libyen ausgebildet worden. Vier weitere ebenfalls festgenommene Personen kamen wieder frei.

Ein 24 Jahre alter Student hatte am Freitag am Badestrand in Sousse auf Touristen geschossen und 38 Urlauber getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Auch der Attentäter soll nach Angaben des Innenministeriums in einem libyschen Terrorlager gewesen sein.

Zu dem Angriff bekannten sich Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in einer nicht verifizierbaren Twitter-Mitteilung. Im libyschen Bürgerkriegschaos haben Extremisten mehrere Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht.

Tunesiens Polizei fahndet zudem nach einem 29-Jährigen. Der „gefährliche Terrorist“ sei in das Attentat in Sousse und in den Anschlag auf das Nationalmuseum Bardo im März verwickelt, erklärte das Innenministerium. Damals töteten Bewaffnete in Tunis mehr als 20 Menschen, die meisten von ihnen Touristen.

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Innenminister ist verärgert

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