Terroranschlag
Tote bei weiterer Explosion in Wolgograd

Bei einer Explosion in einem Bus im südrussischen Wolgograd sind am Montagmorgen 14 Menschen getötet worden. Ermittler gehen von einem Selbstmordanschlag aus. Die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land wurden erhöht.
  • 6

WolgogradEin weiterer Anschlag erschüttert Russland: Bei einer Explosion in einem Bus im südwestrussischen Wolgograd sind am Montagmorgen nach offiziellen Angaben mindestens 14 Menschen getötet worden. Außerdem ist von 28 Verletzten die Rede.

Laut Ermittlern ist die Tat das Werk eines Selbstmordattentäters. Die sterblichen Überreste des Mannes seien am Anschlagsort entdeckt worden, teilte die Ermittlungsbehörde des Landes am Montag mit. Demnach gibt es außerdem Anhaltspunkte dafür, dass der Anschlag mit dem Attentat vom Sonntag in Verbindung steht. Am Vortag waren ebenfalls in Wolgograd bei einem Selbstmordanschlag 17 Menschen getötet worden. Nach Angaben des Nationalen Anti-Terror-Komitees erhöhte Präsident Wladimir Putin landesweit die Sicherheitsvorkehrungen.

Die Stadt liegt 700 Kilometer von Sotschi entfernt, dem Ort, wo in sechs Wochen die Olympischen Winterspiele beginnen. Der Kreml verspricht trotz des Anschlags sichere Spiele . Die milliardenschwere Sportveranstaltung, die am 7. Februar startet, gilt als wichtiges Prestigeprojekt für Putin.

Der Präsident beauftragte unterdessen den Inlandsgeheimdienst FSB, sich in die Ermittlungen einzuschalten. Putin habe sich dazu mit FSB-Chef Alexander Bortnikow beraten, teilte der Kreml mit. Nach einem Treffen mit Regierungschef Dmitri Medwedew bekräftigten beide Politiker, dass die Terrorakte nicht ungesühnt bleiben dürften.

Zum Zeitpunkt der Explosion sei der Bus der Linie N15, die von einer Plattenbausiedlung in das Stadtzentrum führt, voll besetzt gewesen, sagte ein Mitglied der Rettungskräfte. Die Detonation habe das Fahrzeug völlig zerstört. „Der Knall war kilometerweit zu hören.“

Seite 1:

Tote bei weiterer Explosion in Wolgograd

Seite 2:

„Blutige Besatzungspolitik“

Kommentare zu " Terroranschlag: Tote bei weiterer Explosion in Wolgograd"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Russen werden wohl für Sicherheit sorgen können...

  • die islamische Extremisten sorgen auf jeden Fall dafür, dass sie weltweit überall sehr beliebt sind...

  • Wenn das so weitergeht, findet wohl keine Oliympiade statt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%