Terrorbekämpfung
Clinton stellt Hilfe für Pakistan infrage

Seit der US-Kommandoaktion gegen Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden ist das Verhältnis zwischen den USA und Pakistan deutlich abgekühlt. Nun droht US-Außenministerin Clinton die Militärhilfen für das Land zu streichen.
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WashingtonUS-Außenministerin Hillary Clinton hat die Milliarden-Dollar-Militärhilfen der USA an Pakistan infrage gestellt. „Wir sind nicht bereit, sie weiterhin in der bisherigen Höhe zu leisten, ohne dass wir Fortschritte sehen“, sagte sie bei einer Kongressanhörung in Washington. 

Die USA hätten „klare Erwartungen“ an Pakistan. „Wir werden mehr von ihnen verlangen“, sagte sie, allerdings ohne konkrete Schritte zu benennen. 

Die USA geben nach offiziellen Angaben rund 2,8 Milliarden Dollar (1,98 Mrd Euro) pro Jahr für Pakistan aus. In den vergangenen zehn Jahren belief sich die Unterstützung der südasiatischen Atommacht auf schätzungsweise 15 bis 17 Milliarden Dollar. Ein Großteil des Geldes, auf das Islamabad nach Ansicht von Experten dringend angewiesen ist, fließt an das Militär. 

Nach der US-Kommandoaktion zur Tötung des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden in Pakistan ist das Verhältnis der beiden Staaten deutlich abgekühlt. Clinton bezeichnete die Zusammenarbeit mit den Pakistanern als „frustrierend“. Manchmal seien sie sogar „eine sehr empörende Erfahrung.“ Dennoch könnten die Beziehungen wegen der Sicherheitsbedürfnisse der USA nicht einfach aufgegeben werden. Pakistan gilt als Rückzugsort für das Terrornetz Al-Kaida.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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