Terrorfinanzierung
Mutmaßliche IS-Unterstützer in Spanien festgenommen

Die spanische Polizei hat zwei Brüder festgenommen: Die Marokkaner sollen Geld für den IS gesammelt haben, mit dem die Terrormiliz Reisen ihrer Kämpfer bezahlt haben soll. Ein dritter Bruder wurde in Syrien getötet.

MadridIn Spanien sind zwei Männer festgenommen worden, die Geld für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gesammelt haben sollen. Die Marokkaner im Alter von 22 und 33 Jahren wurden am Mittwoch in der Provinz Girona in Katalonien gefasst, wie die Polizei mitteilte. Sie hätten dem IS Geldsendungen zukommen lassen, mit denen unter anderem die Reisekosten neuer IS-Kämpfer bezahlt worden seien.

Um welche Summe es geht, teilte die Polizei nicht mit. Die Polizei legt den beiden Brüdern nun Terrorismusfinanzierung und Zusammenarbeit mit einer Terrorgruppe zur Last. Ein dritter Bruder war den Angaben zufolge bereits mit Frau und Kindern nach Syrien ausgereist und wurde dort getötet.

In Spanien wurde am 11. März 2004 der bisher schlimmste islamistische Anschlag in Europa verübt, als bei Bombenanschlägen auf Vorstadtzüge in Madrid 191 Menschen getötet wurden. Die Zahl der spanischen IS-Kämpfer ist bisher jedoch vergleichsweise gering.

Experten zufolge schlossen sich rund 160 Spanier den Dschihadisten im Irak und in Syrien an. Vor allem in den spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Marokko wurden zuletzt immer wieder mutmaßliche Dschihadisten festgenommen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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