Terrorfolgen für den Tourismus

Anschlag mitten im Besucherboom

Die Sicherheit ist dahin: Nach dem Anschlag in Barcelona ist klar, dass der Terror auch Spanien nicht verschont. Das Land galt als sicheres Reiseziel und verbuchte Besucherrekorde. Droht der Branche nun ein Einbruch?
19 Kommentare
Barcelona ist ein beliebtes Touristenziel – die Anschläge in Katalonien könnten aber viele Reisende abschrecken. Quelle: dpa
Touristen am Strand von Barcelona (Archivbild)

Barcelona ist ein beliebtes Touristenziel – die Anschläge in Katalonien könnten aber viele Reisende abschrecken.

(Foto: dpa)

BarcelonaNach den Attentaten ist in Spanien nichts mehr wie vorher. Dreizehn lange Jahre ist das Land von Terrorattentaten verschont geblieben, während seine Nachbarn in Europa der Reihe nach Ziel von Attacken wurden.

Als vermeintlich sicheres Land hat Spanien von der Terrorangst derjenigen profitiert, die zuvor ihren Urlaub in Frankreich, der Türkei oder Nordafrika verbracht haben. Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahresende 83 Millionen Touristen nach Spanien kommen werden – deutlich mehr als die 75 Millionen aus dem Vorjahr, die ihrerseits einen neuen Rekord dargestellt haben.

Das Land hat nach den zahlreichen Terroranschlägen in der Region einen wahren Ansturm an Besuchern erlebt. So stark, dass es die Kapazitäten bereits überfordert. In den Hauptzielen wie Barcelona oder Mallorca wurde es einigen Spanier bereits zu viel. Sie sprühten Sprüche wie „Tourist go home“ an Hauswände, zerstachen Reifen eines Touristenbusses oder klebten „Go Home“-Aufkleber an Mietwagen. Es waren zwar nur vereinzelte Aktionen, doch die allgemeine Wahrnehmung fassen die Spanier inzwischen in einem eigenen Wort zusammen: „Turismofobia“. 

Mitten in die Debatte, wie man dem entgegenwirken und für einen nachhaltigeren Tourismus sorgen kann, platzen nun die Anschläge. In Barcelona tötete ein Lieferwagen, der auf der Flaniermeile Las Ramblas in die Menschenmenge raste, 13 Menschen und verletzte 100 weitere. In Cambrils, einem Küstenort Kataloniens, starb bei einem ähnlichen Versuch eine Frau, sechs Personen wurden verletzt, bevor die Polizei die Terroristen töten konnte. Jeder vierte Spanien-Tourist fährt nach Katalonien, die Hauptstadt Barcelona ist die meistbesuchte Stadt des Landes. 

Der Besucher-Boom der vergangenen Jahre in Spanien zeigt, dass Touristen nach Attentaten sehr wohl ihre Reiseziele ändern. Taleb Rifai, Chef der Welt-Tourismus-Organisation mit Sitz in Madrid, weist aber darauf hin, dass sich die Destinationen nach Anschlägen erstaunlich schnell wieder erholen.

„Frühere Fälle zeigen, dass solche Ereignisse eher kurzfristig sind und eine begrenzte Wirkung haben“, sagte Rifai dem Handelsblatt. „Barcelona und Spanien sind sehr gut entwickelt und wichtige Tourismusziele und wir sind absolut zuversichtlich, dass sie das auch weiterhin sein werden.“

Zunächst kaum Stornierungen
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Terrorfolgen für den Tourismus - Anschlag mitten im Besucherboom

19 Kommentare zu "Terrorfolgen für den Tourismus: Anschlag mitten im Besucherboom"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • HB : " Das Land galt als sicheres Reiseziel und verbuchte Besucherrekorde. Droht der Branche nun ein Einbruch?"
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Die Gefahr eines Anschlags ist immer gegenwärtig, nicht nur in Spanien, und das bedeutet :
    Die Wachsamkeit muss geschärft werden, wobei an 1. Stelle des Verhaltenskatalogs stehen sollte, Veranstaltungen zu meiden, wo viele Menschen zusammen kommen.
    Mag schon sein, das ängstliche Naturen in der Zukunft dazu neigen werden, den sicheren Balkon der eigenen Wohnung als Urlaubsort zu bevorzugen, was allerdings in der Masse ausgeführt bedeuten würde, dass jede Art von Massenveranstaltung zum Erliegen kommen dürfte.

  • Deutschland ein Land der unbegrenzten Zumutbarkeit!

  • Und wer in Deutschland sowie in München aktuell geschehen- am Islam
    öffentlich Kritik verbreitet geht in den Knast 6 Monate!


    tps://www.berlinjournal.biz/michael-stuerzenberger-zu-haft-verurteilt/

  • Wegen jedem Scheiße geht man auf die Straße und wo es wichtig ist, lässt man es.

  • Klappe halten, erst lesen http://www.politikversagen.net/ und dann schreiben.

  • Immer mehr Menschen um mich herum haben die Schnauze so langsam voll.

    Wenn Menschen schon über Abwanderung oder wir fahren nicht mehr in diese Stadt u.a. reden, dann stimmt doch was nicht in diesem Land.

  • So zumindest sägt sich Deutschland mit Hilfe der dummen und unfähigen Politikern/-innen selbst den Ast ab.

    Und die nachfolgenden Generaitonen (außer die Erben grösserer Vermögen vielleicht) wundern sich, wenn sie eine mehr als bescheidene Rente bekommen und wohlmöglich bald bis zum 67. oder 70 . Geburtstag arbeiten dürfen.

    So scheint es auch zu gehen!


    Sachsen-Anhalt. Durch die Freizügigkeit in der EU können Roma aus Rumänien legal in Deutschland leben. In Sachsen-Anhalt kommen nun hunderte Fälle von organisiertem Sozialbetrug ans Licht. Roma geben Scheinjobs an, die nur auf dem Papier existieren und ergaunern dann über HartzIV-Aufstockung aufgrund ihrer vielen Kinder oft bis zu 3500€ pro Monat. 2:32 min Video ansehen

    http://www.politikversagen.net/

  • Und das war in dieen Tagen in Deutschland real!

    21.8.17
    Drei Messerattacken in nur einer Nacht in Augsburg
    Augsburg, Bayern. Drei verschiedene Messerattacken in nur einer Nacht beschäftigen die Polizei in Augsburg. Die Opfer erlitten teils massive Verletzungen. Bei der Fahndung kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz.

    20.8.17
    92-jährige Frau zu Boden geworfen und ausgeraubt
    Wuppertal, NRW. Eine 92-jährige Frau hatte ihren Hausmüll entsorgt und war durch den Hausflur auf dem Weg zurück in ihre Wohnung, als ein „asiatisch“ aussehender Mann sie zu Boden warf. Dann entriss er ihr den Anhänger ihrer Halskette und flüchtete.


    Sachsen-Anhalt. Durch die Freizügigkeit in der EU können Roma aus Rumänien legal in Deutschland leben. In Sachsen-Anhalt kommen nun hunderte Fälle von organisiertem Sozialbetrug ans Licht. Roma geben Scheinjobs an, die nur auf dem Papier existieren und ergaunern dann über HartzIV-Aufstockung aufgrund ihrer vielen Kinder oft bis zu 3500€ pro Monat. 2:32 min Video ansehen



    21.8.17
    Toter Flüchtlingsjunge in allen Medien, fünf tote Kinder nach Barcelona-Terror verschwiegen
    Man darf den Schluss ziehen, dass westliche Medien der Tod eines Flüchtlingskindes zu hysterischer Berichterstattung und Stimmungsmache verleitet, während der gewaltsame Tod von fünf europäischen Kindern nur ganz beiläufig Erwähnung findet.


    21.8.17
    Disko-Verbot für Asylbewerber
    Plauen, Sachsen. Als zunehmend junge Asylbewerber mitfeierten, haben sich Schwierigkeiten gehäuft. Jacken, Taschen und Portemonnaies wurden gestohlen, Frauen wurden bedrängt, begrapscht und beinahe vergewaltigt. Abgebrochene Bierflaschen wurden regelmäßig als Waffen eingesetzt. Nun lässt das linke Malzhaus kaum noch Flüchtlinge rein.

    19.8.17
    Nach brutaler Vergewaltigung: Asylbewerber geschnappt
    Erfurt, Thüringen. Nach der grausamen Vergewaltigung einer 56-Jährigen in Erfurt sitzt nun ein dringend tatverdächtiger 32-jähriger irakischer Asylbewerber in Untersuchungshaft

  • Real oder Fiktion?


    Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn: „In den nächsten 35 Jahren rund 250 Millionen Wirtschaftsflüchtlinge in die EU“


    https://conservo.wordpress.com/2015/08/11/prof-dr-dr-gunnar-heinsohn-in-den-naechsten-35-jahren-rund-250-millionen-wirtschaftsfluechtlinge-in-die-eu/

  • Die "Experten " sprechen in Barcelona von einer Verlegenheits -oder Ersatztat .
    Dass eine strategische Planung (IS) mal zur Ausführung käme ,will ich mir lieber nicht vorstellen .

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%