Terrorgruppe im Jemen Al-Kaida-Kommandant lehnt Hinrichtungen ab

Im Jemen hat ein hochrangiger Al-Kaida-Terrorist Hinrichtungen und Todesstrafen als grausam abgelehnt. Al-Kaida solle diese Praxis der IS-Terrormiliz im Nahen Osten nicht kopieren und sich auf die eigenen Werte berufen.
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Schauplatz eines mutmaßlichen Terroranschlags: Hinrichtungen lehnen die Terroristen im Jemen ab. Quelle: dpa

Schauplatz eines mutmaßlichen Terroranschlags: Hinrichtungen lehnen die Terroristen im Jemen ab.

(Foto: dpa)

SanaaEin führender Kommandant des Terrornetzwerks Al-Kaida im Jemen hat Enthauptungen und Aufnahmen davon im Stile der Terrormiliz Islamischer Staat als grausam abgelehnt. In einem am Montag veröffentlichten Video erklärte Nasr bin Ali al-Ansi, das Filmen dieser Taten zu Werbezwecken im Namen des Islam und des Dschihad sei ein „großer Fehler und nicht akzeptabel“. Er reagierte damit auf eine über Twitter gestellte Frage eines Journalisten, warum Al-Kaida diese Praxis des IS kopiere.

Beobachtern zufolge wurde das Video aufgenommen, bevor Kämpfer von Al-Kaida am Sonntag zwei Geiseln während eines Befreiungsversuchs der USA im Jemen töteten. Im Stile des IS hatte der jemenitische Ableger von Al-Kaida am Donnerstag in einem Video angedroht, den US-amerikanischen Fotojournalisten Luke Somers zu töten. Bei dem US-Einsatz kam neben Somers auch der ebenfalls gefangen gehaltene Südafrikaner Pierre Korkie ums Leben.

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