Terrorismus-Äußerungen
Israel empört über Papst-Segen

Diplomatische Spannungen zwischen Israel und dem Vatikan: Das israelische Außenministerium bestellte den apostolischen Nuntius ein, um eine Beschwerde zu übermitteln. Grund des Ärgers ist der Papst-Segen vom vergangenen Sonntag.

TEL AVIV. Israel fordert von Papst Benedikt XVI. eine ausdrückliche Verurteilung von Anschlägen in Israel als Terrorismus. Es schreie zum Himmel, dass der Heilige Vater am Sonntag die jüngsten Terroranschläge in Großbritannien, Ägypten, Irak und der Türkei verurteilt, einen Anschlag in Israel in der vergangenen Woche aber nicht erwähnt habe.

„Abgesehen von dem moralischen Vakuum kann es möglicherweise als Billigung terroristischer Akte gegen Juden verstanden werden“, hieß es in der Mitteilung. Man habe Papst Benedikt XVI., der die Bedeutung der Beziehungen zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk betont hat, ein anderes Verhalten erwartet.

Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls wies die Vorwürfe zurück. Der Papst habe am Sonntag von den Anschlägen der vergangenen Tage gesprochen, ansonsten aber stets auch Anschläge gegen Israel verurteilt. Benedikt XVI. hatte während einer Ansprache am Sonntag Anschläge „in verschiedenen Ländern, Ägypten, Türkei, Irak und Großbritannien eingeschlossen“ verurteilt.

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