Terrorismus
Bush warnt vor radikalem Moslem-Imperium

US-Präsident George W. Bush hat den Amerikanern weitere Opfer im Irak-Krieg abverlangt und vor einem radikalen moslemischen Imperium „von Spanien bis nach Indonesien“ gewarnt. Damit reagierte er offenkundig auf die sinkende Unterstützung für seine Politik.

HB WASHINGTON. „Die Militanten glauben, dass sich die Massen erheben werden, wenn sie erst ein Land kontrollieren“, sagte Bush, „dass sie dies in die Lage versetzen würde, alle moderaten Regierungen in der Region zu stürzen und ein radikales moslemisches Imperium zu errichten, das von Spanien bis nach Indonesien reicht.“

Den Irak bezeichnete Bush in seiner Rede vor der regierungsnahen Nationalen Stiftung für Demokratie (NED) als zentrale Front im Krieg gegen den Terrorismus. „Kriege werden nicht ohne Opfer gewonnen“, betonte er, „und dieser Krieg erfordere noch mehr Opfer, mehr Zeit und mehr Entschlossenheit.“

Bush drohte zugleich Syrien und dem Iran, denen er vorwarf, radikale Gruppen zu unterstützen. Beide Staaten hätten eine lange Tradition der Kollaboration mit Terroristen, sagte er und fügte hinzu: „Die Vereinigten Staaten machen keinen Unterschied zwischen jenen, die Terrorakte begehen, und jenen, die sie unterstützen und ihnen Unterschlupf bieten.“ Sowohl die einen als auch die anderen machten sich des Mordes schuldig.

Die Unterstützung für den Irak-Krieg hat in den USA stark nachgelassen. Ein Umfrage führender Medien im vergangenen Monat ergab, dass nur 32 Prozent der US-Bürger damit einverstanden sind, wie Bush mit dem Irak-Problem umgeht. Der Präsident hatte den Krieg 2003 mit der Behauptung begonnen, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen. Diese wurden nie gefunden.

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