Terrorismus im Irak
Anschlag auf heraneilende Helfer

Bei einer erneuten Anschlagsserie im Irak widersprechen sich zunächst die Angaben zum Ablauf und zur Anzahl der Opfer. Eins zeigt die Tat aber deutlich: Die Terroristen überschreiten kontinuierlich weitere Tabus.
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BagdadBei mehreren Anschlägen auf irakische Sicherheitskräfte sind am Montag in Bagdad mindestens neun Menschen ums Leben gekommen, mindestens 18 Menschen sind dabei verletzt worden. In kurzen zeitlichen Abständen seien drei Sprengsätze im Westen der irakischen Hauptstadt explodiert, berichtete die Polizei.

Ein Vertreter des irakischen Innenministeriums teilte zunächst mit, zwei Bomben seien am Montagabend im Abstand von fünf Minuten im Westen der Stadt explodiert. Die erste Bombe habe sich gegen Zivilisten gerichtet, die zweite gegen die zur Hilfe eilenden Rettungskräfte. Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums sprach sogar von 25 Verletzten.

Als erste ist am Abend eine Bombe explodiert, die je nach Quelle entweder am Straßenrand oder in einem Auto versteckt war. Minuten später ist in der Nähe ein zweiter Sprengsatz detoniert. Nach Angaben eines Polizeisprechers sei dessen Ziel eine vorbeifahrende Polizeipatrouille gewesen. Auch er berichtet zudem von einem Angriff auf Hilfskräfte: Als die Feuerwehr am Ort der ersten Explosion eingetroffen sei, sei die dritte Bombe explodiert.

Der Anschlag ereignete sich in einer schiitisch geprägten Nachbarschaft. Obwohl die Gewalt im Irak seit ihrem Höhepunkt 2006 und 2007 deutlich zurückgegangen ist, kommt es immer noch fast täglich zu Anschlägen. Häufig versuchen sunnitische Rebellen mit Verbindungen zur Extremisten-Organisation Al-Kaida mit Gewalttaten gegen Schiiten Spannungen zwischen den muslimischen Glaubensgruppen zu schüren, um den Irak zu destabilisieren.

Bei drei weiteren Bombenangriffen in Bagdad wurden mindestens zwölf Menschen verletzt. In der Stadt Mossul, rund 350 Kilometer nördlich von Bagdad, töteten Bewaffnete zudem zwei Soldaten.

Nach offiziellen Statistiken kamen im September 185 Iraker bei Gewalttaten ums Leben. Besonders große Schlagzeilen hatte zuletzt ein Angriff auf eine Trauerfeier gemacht.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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