Terrorismus
Kaida-Führer in Somalia erschossen

Erfolg der USA im Kampf gegen El Kaida: Amerikanische Streitkräfte haben bei einem Luftangriff mit merhreren Hubschraubern in Somalia einen der meistgesuchten El-Kaida-Führer in Ostafrika getötet.

HB MOGADISCHU. Der in Kenia geborene Saleh Ali Saleh Nabhan, der nach US-Einschätzung Anführer der El-Kaida in Somalia ist, sei von zwei US-Hubschraubern beschossen worden, hieß es in der Nacht auf Dienstag in somalischen und amerikanischen Regierungskreisen. Er sei mit drei bis vier weiteren Extremisten in einem Auto unterwegs gewesen, die bei dem Angriff ebenfalls um Leben gekommen seien. Der 28-Jährigen wird unter anderem für einen Anschlag auf ein Hotel in Kenia mit 15 Toten verantwortlich gemacht.

Einem Zeugen zufolge feuerten sechs Hubschrauber auf ein Fahrzeug in einem Dorf nahe der Stadt Barawe rund 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Mogadischu. Zwei Menschen wurden getötet. Zwei weitere seien verletzt und von den ausländischen Soldaten verschleppt worden, sagte Abdi Ahmed, der mit seinem Bus kurz nach dem Angriff an die Stelle kam. "Da war nur noch ein brennendes Fahrzeug und zwei Leichen."

Die schwache somalische Regierung hat über weite Landesteile keine Kontrolle und verfügt nicht über eigene Hubschrauber. Die Gegend um Barawe wird von den radikalen Islamisten der Al Schabab kontrolliert, die den USA zufolge Verbindungen zu El Kaida unterhalten. Zahlreiche Sicherheitsexperten befürchten, dass Somalia zunehmend ein Rückzugsgebiet für Terroristen wird - ähnlich wie Afghanistan in den 1990er Jahren. Im vergangenen Jahr wurde bei einem US-Raketenangriff in Somalia der berüchtigte El-Kaida-Kommandeur Aden Hashi Ayro getötet. Seit dem Sturz des Diktators Mohamed Siad Barre 1991 hat das Land keine funktionierende Regierung mehr.

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