Terroristen entführen 41 Ausländer: Geiseln gelingt offenbar die Flucht

Terroristen entführen 41 Ausländer
Geiseln gelingt offenbar die Flucht

Afrikas militante Islamisten halten die Welt in Atem. Während sich in Mali eine Truppen-Allianz gegen die Gotteskrieger sammelt, bangt die Staatengemeinschaft um die ausländischen Geiseln auf dem Gasfeld in Algerien.

Algier/ParisNach dem Überfall islamistischer Terroristen auf ein Gasfeld in Algerien ist die Lage äußerst angespannt. Das algerische Militär belagere die Anlage im Osten des Landes, berichteten örtliche Medien am Donnerstag. Das Gasfeld ist weiter in der Hand der Aufständischen. Das bestätigte der britische BP-Konzern, Mitbetreiber des Gasfeldes, am Donnerstag. „Die Situation vor Ort bleibt ungelöst und unsicher“, teilte BP mit.

Die algerische Regierung schloss Verhandlungen mit den Geiselnehmern aus, die nach eigenen Angaben 41 Ausländer in ihrer Gewalt halten. Darunter seien sieben US-Bürger, zwei Franzosen und zwei Briten. Nach algerischen Quellen sind es dagegen rund 20 Geiseln. Bei dem Angriff waren am Mittwoch ein Brite und ein Algerier getötet worden.

Für Berichte, wonach etwa 30 algerische Arbeiter aus der Anlage geflohen seien, gab es zunächst keine Bestätigung. Ein weiterer Bericht besagte, dass auch mehrere ausländische Geiseln entkommen seien. 15 Ausländer, darunter ein französisches Paar, seien ihren islamistischen Geiselnehmern entkommen, berichtete der private Fernsehsender Ennahar am Donnerstag unter Berufung auf eine "offizielle Quelle". Auch dies bliebt zunächst unbestätigt. Nun soll die algerische Armee am Donnerstag nach Angaben der islamistischen Geiselnehmer die Anlage mit Kampfhubschraubern angegriffen haben.

Hinter der Geiselnahme steht nach algerischen Angaben die Organisation Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI). Die Rebellen fordern ein Ende des französischen Einsatzes in Mali. Über die Zahl der Entführten gab es am Donnerstag unterschiedliche Angaben.

Im Kampf gegen die Islamisten wurden in Mali am Donnerstag auch die ersten Truppen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas erwartet. Im Tagesverlauf sollten 200 nigerianische Soldaten eintreffen. In Brüssel wollen die Außenminister der 27 EU-Staaten bei einer Sondersitzung eine militärische Ausbildungsmission der EU für Mali beschließen.

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