Terroristen können nicht verhaftet werden
Tunesier demonstrieren gegen Rückkehr von Dschihadisten

Mehr als 5000 Tunesier kämpfen unter anderem im Irak und in Syrien für Terrormilizen wie den Islamischen Staat. Doch für zurückgekehrte Terroristen fehlt der Platz in den Gefängnissen. Hunderte Menschen demonstrieren.
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TunisHunderte Tunesier haben am Samstag vor dem Parlament in Tunis gegen eine Rückkehr von Dschihadisten in ihr Land protestiert. Mehrere Nichtregierungsorganisationen hatten zu der Demonstration aufgerufen, an der laut den Veranstaltern rund 1500 Menschen teilnahmen. Anlass waren Äußerungen von Präsident Béji Caid Essebsi, wonach die Behörden die Rückkehr von Dschihadisten nicht verhindern könnten.

Nach Uno-Schätzungen kämpfen mehr als 5000 Tunesier für dschihadistische Organisationen im Ausland, zumeist im Irak, Syrien oder Libyen. Viele von ihnen seien rückkehrwillig, hatte der Präsident Anfang Dezember gesagt. Für ihre Verhaftung fehlten Plätze im Gefängnis, sie würden aber überwacht.

Diese Äußerungen hatten viele Tunesier empört. Seit dem Arabischen Frühling 2011 wurden in dem nordafrikanischen Land mehr als hundert Soldaten und Polizisten bei Anschlägen getötet – ebenso wie rund 20 Zivilisten und 59 ausländische Touristen.

Den Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, bei dem am Montag zwölf Menschen getötet worden waren, hatte ebenfalls ein Tunesier verübt. Der geflohene Attentäter Anis Amri wurde am Freitag von der italienischen Polizei erschossen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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