Terroristenmiliz IS in Syrien „Dschihadi John“ ist wahrscheinlich tot

Wegen seines Londoner Akzents wird er „Dschihadi John“ genannt. Der aus Kuwait stammende IS-Extremist gilt als besonders brutal. Nun ist er selbst Ziel eines Luftangriffs der USA in der Extremisten-Hochburg Rakka geworden.
Update: 13.11.2015 - 09:35 Uhr 38 Kommentare

Haben die USA „Dschihadi John“ getötet?

WashingtonDer aus Enthauptungsvideos der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) berüchtigte Mörder „Dschihadi John“ ist nach Angaben des britischen Senders BBC bei einem US-Luftangriff sehr wahrscheinlich getötet worden. Das berichtete der Sender unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Militärquellen. Nach BBC-Angaben gehen auch die USA davon aus, dass der aus Kuwait stammende britische Extremist bei einem massiven Drohneneinsatz getötet wurde.

„Dschihadi John“ ist eine der bekanntesten Figuren der sunnitischen Extremistengruppe. Er war erstmals in einem Video von der Enthauptung des US-Journalisten James Foley im August 2014 aufgetaucht. Der Brite war an mehreren weiteren Enthauptungen beteiligt. Der Mann trat in den IS-Videos stets vermummt auf und sprach Englisch mit Londoner Akzent.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte den Drohnenangriff auf den Briten in der syrischen IS-Hochburg Al-Rakka. Das Ministerium sagte aber offiziell nicht, ob Mohammed Emwasi dabei tatsächlich ums Leben kam. „Wir prüfen die Ergebnisse des nächtlichen Einsatzes“, teilte Pentagon-Sprecher Peter Cook am frühen Freitagmorgen mit. Die britische Regierung erklärte, man habe bei Suche nach dem Terroristen mit US-Miliärs zusammengearbeitet.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte den Tod eines hochrangigen britischen IS-Anführers. Insgesamt seien bei dem Angriff vier ausländische Kämpfer der Extremisten ums Leben gekommen.

Bereits im September hatten britische Militärs drei Briten in Syrien durch Drohnenangriffe getötet. Das Trio hatte sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Press Association dem IS angeschlossen.

Emwasi soll zu einer Gruppe von IS-Kämpfern gehören, die aus Großbritannien zu den Extremisten kamen und intern „Die Beatles“ genannt werden, wie die US-Zeitung „Washington Post“ berichtete. Nach Angaben ehemaliger Gefangener soll er auch die berüchtigte Foltermethode „Waterboarding“ – also simuliertes Ertränken – bei IS-Häftlingen angewendet haben.

Die britische BBC hatte im Februar berichtet, Emwasi stamme aus Kuwait und sei jahrelang auf dem Radar des britischen Geheimdienstes gewesen. Dennoch gelang ihm die Ausreise nach Syrien und er konnte zu den Terroristen stoßen.

Die „Washington Post“ berichtete damals unter Berufung auf Emwasis früheres Umfeld, er sei in einer bürgerlichen Gegend in London aufgewachsen. Nach einem geplanten Safari-Trip nach Tansania im Mai 2009 habe er sich radikalisiert. Die Reise, die er demnach mit einem deutschen Konvertiten namens Omar und einem weiteren Mann namens Abu Talib unternehmen wollte, sei nie zustande gekommen. Das Trio sei am Flughafen von Daressalam von der Polizei eine Nacht festgehalten und anschließend abgeschoben worden. Die Gründe seien unklar.

Am Freitag erklärten Kurden-Kämpfer die Extremisten-Miliz IS in der strategisch bedeutsamen Stadt Sindschar im Nordirak für besiegt erklärt. Nach einer von der US-Luftwaffe unterstützten Großoffensive teilte der Sicherheitsrat der autonomen Kurdenregierung am Freitag mit, der Islamische Staat (IS) sei „geschlagen und auf der Flucht“. Peschmerga-Kämpfer seien von allen Seiten in die Stadt eingedrungen und hätten wichtige Gebäude eingenommen, hieß es in einer Mitteilung per Kurznachrichtendienst Twitter. Aus Sindschar war heftiges Gewehrfeuer zu hören. Hunderte Peschmerga marschierten in die Stadt ein.

Die Offensive hatte am Donnerstag begonnen. Sindschar liegt an einer Hauptstraße, die die IS-Hochburgen Mossul im Irak und Rakka in Syrien verbindet. Eine Rückeroberung hätte zudem eine große symbolische Bedeutung. Denn der IS hatte bei der Einnahme Sindschars im August 2014 Tausende Jesiden getötet, versklavt und vergewaltigt. Die Gewalt war der Anstoß für die USA, in den Konflikt einzugreifen.

  • dpa
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38 Kommentare zu "Terroristenmiliz IS in Syrien: „Dschihadi John“ ist wahrscheinlich tot"

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  • Bitte schauen Sie sich die folgende Doku von „Junge Freiheit“ an und verbreiten Sie diese an Verwandte, Bekannte und Freunde, damit die Masse endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Je länger die Bevölkerung diesem Treiben zuschaut, desto größer die Gefahr des IS-Terrors in Europa.
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    -->https://www.youtube.com/watch?v=RRyjfYIGtZw

  • @Falk
    Der IS war in seinen Anfängen eine Kreation der sunnitischen Golfstaaten, Saudi-Arabiens ud der CIA, das stimmt so nicht. Viel mehr Erinnerte sich Saudi Arabien und Katar an das Erfolgsrezept eines Saddam Hussain und seiner Bath Partei. Ich bin mir sicher das sie eins sind mit dem IS. Das gleiche Muster. Bloß vorher war gegenüber die Brutalität Ausländern nicht so ausgeprägt, vornehmlich von Amis und Briten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Zur Armutsmigration sagte schon der Ethologe Prof. Eibl-Eibesfeldt (Focus 1996):
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    "Wenn wir im Jahr 1,5 Mio Menschen aus der Dritten Welt aufnähmen, würde das dort überhaupt nichts ändern - das gleicht der Bevölkerungsüberschuß, wie Hubert Markl (Präs.der Max-Planck-Gesellsch.) unlängst betonte, in einer Woche wieder aus, solange es keine Geburtenkontrolle gibt.
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    Man kann gegen eine Bevölkerungsexplosion in diesem Ausmaß sonst nichts tun, bestenfalls das Problem importieren, wenn man dumm ist."

  • Der IS war in seinen Anfängen eine Kreation der sunnitischen Golfstaaten, Saudi-Arabiens ud der CIA, weil man erkannt hat, dass die bewaffnete "Demokratische Opposition" in Syrien nichts gegen Assad ausrichten konnte, was zu seinem endgültigen Sturz beitragen würde.

    Der IS ist aus dem Ruder gelaufen, nicht zuletzt weil zahlreiche ehemalige Offiziere von Saddam Hussain diesem militärischen Verein begetreten sind, der es zudem durch geschickte moderne Kommunikation verstanden hat, zahlreiche sunnitische Kämpfer aus aller Herren Länder zu rekrutieren.

    Durch Ölgeschäfte hat es der IS verstanden sich eine ökonomische Basis zu verschaffen.

    Von der Türkei und Saudi-Arabien wird der Kampf gegen den IS nur sehr hinhaltend und mehr symbolisch als real unterstützt.

    Inwieweit inzwischen IS-Kämpfer nach Europa als getarnte Flüchtlinge gekommen sind, wird kontrovers diskutiert.

    Sicherheitskreise schließen nicht aus, dass durch den unkontrollierten Zugang nach Mitteleuropa IS-Kämpfer sich Zutritt verschafft haben, den der IS selber angekündigt hat.

  • Jetzt kommen deutsche Waffen, die unsere Heuchler in Berlin an Saudi Arabien geliefert hat, zum Einsatz zur Unterstützung des IS !?!?
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    Deutschland, bzw. unsere Regierung trägt eine Mitschuld an den Konflikten.
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    Wo ist der Aufschrei der „Gutmenschen“?

  • Europa muss den Saudis endlich klar machen, dass es mit einem Land, das Terroristen unterstützt und andere Länder (Jemen) ohne irgend welches UN-Mandat angreift, nichts mehr zu tun haben will. Europa kann auf ihr Öl verzichten.
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    Russland und andere Länder könnten die Lücke problemlos schliessen.
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    Das saudische Regime gehört längst sanktioniert, auch wegen seiner menschenverachtende Justiz der Steinigung und Handabschlagung, usw !!!
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    Kein anderes Land tritt die Menschenrechte derart mit Füssen wie Saudi-Arabien und wird von den USA noch als Freund bezeichnet !?!?!?

  • Kein Wunder, wenn Beobachter meinen, die Saudis seien verrückt! Wie können sie es in Syrien auch „noch weiter“ eskalieren lassen und – nur um Assad aus dem Amt zu jagen – nun zusammen mit der/den EUSA millionen Menschen aus ihrer angestammten Heimat vertreiben!

    Obama sagte einst: „Ich will keine amerikanischen Stiefel auf den Boden in Syrien stellen“, rüstet den IS & Co. sowie die Saudis zur Abwehr der Russen(?) aber noch immer mit US-Waffen auf/aus.

    Putin versuchte erfolglos, die Saudis in seine Allianz einzubeziehen. Nun entglitten sie wohl auch ihren US-Befehlshabern!?

    Neuerdings aber will Obama (zur Unterstützung der Russen?) im Kampf gegen den Terrorismus (und die Saudis?) „doch“ US-Eliteeinheiten in.amerikanischen Stiefeln in die Region schicken....OB DER ES EHRLICH MEINT !!?

  • Russland-Sanktionen schaden der deutschen Wirtschaft
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    Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal des Jahres die Russland-Sanktionen deutlich gespürt und ist offenbar deutlich weniger gewachsen als erwartet. Die Wirtschaft fordert daher ein Ende der Sanktionen, hat jedoch bei Angela Merkel bisher kein Gehör gefunden.
    --------Meinung------
    Auch hier wird deutlich wie US-hörig diese Kanzlerin und die EU sind !!
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    Der Befehl zu den Sanktionen wurde von Obama gegeben und die Europäischen IDIOTEN befolgen dies brav...bis zur Selbstaufgabe !!....so wie auch die Aufnahme der Flüchtlinge !!!
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    Mit diesen fehlenden Milliarden hätten wir viel anfangen können !!!

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