Terrormiliz in Syrien und Irak
IS nach Luftschlägen in der Defensive

Die Terrormiliz wird im syrischen Kobane weiter zurückgedrängt. Auch aus Teilen des Nordiraks müssen sich die islamistischen Kämpfer zurückziehen. Sie hinterlassen tödliche Sprengfallen.
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Washington/Bagdad/KobaneKämpfer des selbsternannten Islamischen Staats (IS) ziehen sich im Irak nach Medienberichten aus der nördlich der Hauptstadt Bagdad gelegenen Provinz Salaheddin zurück. Dutzende Anhänger hätten zuvor kontrollierte Gebieten rund um die Stadt Tikrit in Richtung der nordirakischen Provinz Ninive verlassen, berichtete die unabhängige irakische Nachrichtenseite Al-Sumaria News unter Berufung auf lokale Quellen am Montag. Die Region um das 160 Kilometer nördlich Bagdads gelegene Tikrit war in den vergangenen Tagen verstärkt von Flugzeugen der internationalen Allianz bombardiert worden.

Die irakische Armee rückt nach Angaben von Al-Sumaria News jedoch aufgrund vielerorts vom IS hinterlassener Sprengfallen nur langsam in die Region vor. Bei Gefechten am Sonntag seien insgesamt 40 IS-Kämpfer getötet und 18 Fahrzeuge der Miliz zerstört worden, sagte der Polizeichef von Salaheddin dem Nachrichtenportal Al-Mada.

Zudem seien 30 Sprengsätze entschärft worden. Die IS-Extremisten waren Mitte Juni nach der Einnahme der nordirakischen Stadt Mossul über Tikrit in Richtung Bagdad vorgerückt.

Kurdische Kämpfer haben die Dschihadisten zudem weiter aus der umkämpften nordsyrischen Stadt Kobane vertrieben. Die internationale Koalition und kurdische Einheiten konnten IS-Kämpfer weiter aus deren Eroberungen im Osten Kobanes zurückdrängen. „Es gab in der vergangenen Woche enge Absprachen zwischen beiden Seiten“, sagte Rami Abdel Rahman, der Leiter der syrischen Beobachtungsstelle, der dpa am Samstag.

„Die Koalition war so in der Lage, mehr direkte Treffer gegen IS-Stellungen in Kobane zu landen.“ Am Sonntagmorgen seien insgesamt sechs Luftschläge gegen IS-Stellungen östlich und westlich von Kobane erfolgt. Die Dschihadisten belagern die Enklave seit knapp fünf Wochen.

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