Terrororganisation
El-Kaida wollte britischen Geheimdienst unterwandern

Die Extremisten-Organisation El-Kaida hat Medienberichten zufolge versucht, den britischen Geheimdienst MI5 zu infiltrieren. Anhänger der Gruppe bewarben sich demnach über das normale Neueinstellungsverfahren bei der Behörde.

HB LONDON. Das britische Innenministerium wollte den Bericht der BBC zunächst nicht bestätigen. Es teilte lediglich mit, dass alle Kandidaten für eine Neueinstellung streng überprüft und eine bestimmte Zahl aus Sicherheitsgründen abgelehnt würden.

Laut BBC wurden die El-Kaida-Bewerber während des sechs- bis achtmonatigen Überprüfungsverfahrens ausgesiebt. Der MI5 will die Zahl seiner Angestellten von 2600 auf 3500 erhöhen, um so Anschläge wie die auf das Londoner Transportsystem vor einem Jahr zu verhindern. Damals waren 52 Menschen getötet worden.

Der MI5 wirbt auf seiner Internet-Seite für eine Beschäftigung bei der Behörde. Derzeit besonders gesucht werden Mitarbeiter, die arabisch, bengalisch, Urdu, somalisch oder Sorani - einen kurdischen Dialekt - sprechen. Jedes Jahr bewerben sich rund 10 000 Menschen beim MI5, nur rund 400 passieren jedoch alle Auswahlhürden, wie die BBC berichtete.

Der MI5 wurde 1909 zur Kontrolle geheimdienstlicher Operationen gegründet. Während des Kalten Krieges richtete sich das Hauptaugenmerk des MI5 auf die Sowjetunion. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 will die britische Regierung, die Priorität der Behörde auf die Abwehr moslemischer Extremisten lenken.

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